Das Sozialtickerportal
Home | Der Sozialticker e.V. | Impressum | Haftungsausschluss | Datenschutzerklaerung | Nutzungsbedingungen | Kontakt

Freitag, der 21. November 2008 Tip  Ihre Pressemitteilung / News einreichen   English  English flag    French  French flag

 

Frauen fallen immer tiefer in die Lohnkluft - Bundesregierung holt sie nicht heraus

Bild: Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die GrünenZu den vom Statistischen Bundesamt herausgegebenen Zahlen, denen zufolge der durchschnittliche Bruttoverdienst der Frauen 24 Prozent unter dem der Männer liegt, erklärt Irmingard Schewe-Gerigk, Parlamentarische Geschäftsführerin und frauenpolitische Sprecherin:

Jetzt haben wir es auch noch einmal amtlich, nämlich vom Statistischen Bundesamt: 24 Prozent Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern in Deutschland. Nicht nur, dass dies EU-weit einer der größten Abstände ist – mit jeder aktuellen Berechnung wird er auch noch einmal nach oben korrigiert. Frauen fallen immer tiefer in die Lohnkluft – die Bundesregierung macht keinerlei Anstalten, sie herauszuziehen.

Drastisch zeigt dies die kürzlich herausgebrachte Bilanz der freiwilligen Vereinbarung zwischen Spitzenverbänden der Wirtschaft und Bundesregierung zur Förderung der Chancengleichheit in der Privatwirtschaft: Keine einzige Maßnahme findet sich hier, die auf die Verringerung der Gehaltskluft abzielt. Das ist hochnotpeinlich.

Wir fordern die Bundesregierung ein weiteres Mal auf, unseren im April 2008 eingebrachten Antrag (Drs.-Nr.16/8784) wenigstens als Inspiration für etwas mehr Tatendrang zu nehmen: Wann endlich macht sie sich daran, die immer noch bestehenden Diskriminierungen im öffentlichen Tarifsystem abzubauen? Wo bleiben die immer wieder aufgeschobenen Mindestlohnregelungen? Sie kämen jeder vierten Frau zugute. Und wann endlich wird die Antidiskriminierungsstelle, wie vollmundig versprochen, bei der Wirtschaft aktiv für eine diskriminierungsfreie Unternehmenskultur werben – statt diese weiterhin nur ängstlich zu hofieren?

Auch muss endlich Schluss gemacht werden mit dem Verständnis der Frau als Zuverdienerin in unseren sozialen Sicherungssystemen. Schluss mit dem Ehegattensplitting, Schluss mit der kostenlosen Mitversicherung in der Krankenkasse. Die Zahlen zeigen: Werden auch Arbeitszeiten von unter 15 Stunden gemessen, steigt der errechnete Lohnabstand noch einmal. Denn hier tummeln sich vor allem die Frauen. Sie nehmen aus Mangel an Alternativen auch jeden noch so schlecht bezahlten, nicht existenzsichernden Kleinstjob an – und werden dafür vom Staat belohnt.

In einer aktuellen Umfrage der Bundesregierung hat eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung geäußert: “Ohne ein Eingreifen des Staates wird Entgeltgleichheit nicht erreicht werden.” Sowohl für die Unternehmen als auch für die Politik ist es dringend an der Zeit, diese Signale zu hören und zu handeln. Denn wer heute nicht auf Geschlechtergerechtigkeit setzt, wird morgen weder weibliche Wählerstimmen noch qualifizierte Kräfte an sich binden können.

Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Startseite - Veroeffentlicht von: Einstein   am: 27. August 2008 um 12:30 Uhr - Haftungsausschluss     Sie moechten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

Verbraucherinformationen
Plus Online Shop Plus Online Shop


Bookmark Buttons:
Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: Icio Bookmark bei: Favoriten Bookmark bei: Bookmarks.cc Bookmark bei: Bookmarks.at Bookmark bei: Newsider Bookmark bei: Yigg Bookmark bei: Digg Bookmark bei: Del.icio.us Bookmark bei: Furl Bookmark bei: Google Bookmark bei: Blogmarks Bookmark bei: Technorati Bookmark bei: Netvouz Information


  Kommentar oder Frage? Hier veroeffentlichen!


Weitere Beiträge zu diesem Themengebiet:


Weitere aktuelle Meldungen:


Kommentar / Frage hinterlegen ...

Wenn Sie einen oeffentlichen Kommentar oder eine oeffentliche Frage zu dem oben gezeigten Artikel hinterlassen wollen, fuellen Sie nachfolgendes Formular aus. Bitte achten Sie auf die Netikette, bevor Sie Ihren Kommentar einsenden. Alle Einsendungen werden vor der Veroeffentlichung moderiert.
Der Webseitenbetreiber behaelt sich das Recht vor, Einsendungen ohne Angabe von Gruenden zu loeschen.





Anzeige
 

Webseiteninfo: Der Sozialticker e.V. | Impressum | Haftungsausschluss | Datenschutzerklärung | Nutzungsbedingungen | Kontakt

Service: Nachrichten als RSS XML | Presseticker

Valid Valid Valid