Es war einmal eine Frau Bundeskanzlerin


Die regierte ganz toll gut über ihr Land und zur gleichen Zeit gab es dazu noch 16 Herren Ministerpräsidenten, von denen ein jeder extra über ein Teil des Landes der Frau Bundeskanzlerin regierte, und alle 16 und die Frau Bundeskanzlerin waren sich wohlgesonnen, vor allem aber waren sie alle miteinander dem Volke wohlgesonnen.

Aber nicht, wie man annehmen könnte, dem Volke, das sie gewählt hatte, waren sie wohlgesonnen, oh nein! Diesem Volk verordneten sie Reformen und tiefe Einschnitte, Online-Durchsuchungen und Vorbeugehaft, Sparmaßnahmen und Kürzungen, dass so mancher brave Mann am Abend nicht mehr wusste: „Steh‘ ich noch, oder gestehe ich schon?“ und auch nicht, wovon er Frau und Kinder am nächsten Tag ernähren sollte.

Das Volk, das sie (indirekt) gewählt hatte, das hatten die Herren Ministerpräsidenten und die Frau Bundeskanzlerin vollkommen aus den Augen verloren, denn ihre Liebe galt einem Volk, das nur in ihrer Fantasie existierte. Ihr Wohlwollen richtete sich auf das Volk der zukünftigen Generationen, auf die Kinder und Enkel, auf die Ungeborenen und die Ungezeugten. Denen wollten sie mit ihrer klugen und vorausschauenden und gegenwartsfernen Politik das Schlaraffenland bereiten.

( … )

Und wie das Märchen nun weiter geht, erfährt man hier: Egon W. Kreutzer

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