Fluchtursachen bekämpfen und Flüchtende unterstützen

„Wer etwas für Menschen tun will, die vor Krieg, Terror und Elend fliehen, der muss zuerst etwas gegen diese Fluchtursachen tun.“ Das sei erste Aufgabe der Politik, erklärte der Präsident der Volkssolidarität, Dr. Wolfram Friedersdorff, am Montag aus Anlass des Weltflüchtlingstages am 20. Juni.

„Diese Aufgabe steht nicht erst, wenn die Flüchtenden zu uns kommen. Sie gilt weltweit und ist genauso wichtig wie die Aufgabe, Menschen auf der Flucht zu helfen. Beides ist ein Gebot der eigenen Geschichte unseres Landes.“ Der Verbandspräsident forderte wirksame Schritte, um Tragödien wie Tausende tote Flüchtlinge im Mittelmeer endlich zu verhindern. „Was vor den Küsten Europas und andernorts auf der Welt immer wieder geschieht, kann nur als Schande bezeichnet werden. Statt Grenzen abzuschotten, sollten die dafür notwendigen Mittel aufgewendet werden, um Menschen auf der Flucht zu helfen.“

Die Volkssolidarität fordere eine verbindliche Selbstverpflichtung des Staates, die Grundlagen zur Integration Geflüchteter verbindlich sicherzustellen, so der Verbandspräsident. „Der Entwurf des Integrationsgesetzes gibt teilweise Hilfestellungen zur beruflichen Einbindung von Geflüchteten. Gleichzeitig unterstellt er den Angekommenen jedoch, sich nicht integrieren zu wollen. Aus unserer Arbeit mit Geflüchteten wissen wir, dass sie sehr wohl Willens sind, Teil des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland zu sein. Die Volkssolidarität spricht sich entschieden gegen die Diskriminierung aufgrund der Bleibeperspektive aus. Menschen mit angeblich schlechter Bleibeperspektive dürfen nicht von Integrationsangeboten ausgeschlossen werden.“

Die Volkssolidarität engagiert sich über ihre Verbandsgliederungen aktiv und vielfältig in der Flüchtlingshilfe, wie der Verbandspräsident erklärte. Das reiche beispielsweise vom Betreiben von Not- und Gemeinschaftsunterkünften über Verpflegung mit Lebensmitteln, Sprachkursangebote bis hin zur Betreuung unbegleiteter und begleiteter Minderjähriger und anderer hilfsbedürftiger Geflüchteter. „Wir treten entschieden rechtspopulistischen und menschenfeindlichen Positionen in der Gesellschaft entgegen“, betonte Friedersdorff. „Die Volkssolidarität und ihre haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter, die täglich mit ihrer Arbeit geflüchteten Menschen helfen, sind Teil einer weltoffenen und toleranten Willkommensgesellschaft. Trotz rechtsradikaler Anfeindungen, denen auch wir ausgesetzt sind, lassen uns nicht entmutigen, uns für eine solidarische Gesellschaft stark zu machen und Schutzsuchenden Hilfe zu leisten.“

Quelle: Volkssolidarität