Flexibel und später in die Rente

Berlin: (hib/CHE) Die Bundesregierung möchte den Übergang in den Ruhestand deutlich flexibler ausgestalten als bisher. Sie hat deshalb einen Gesetzentwurf (18/9787) für eine sogenannte Flexi-Rente (Flexi-Rentengesetz) vorgelegt. Darin heißt es, ältere Beschäftigte leisteten einen wertvollen Beitrag gegen den Fachkräftemangel. Und weiter: „Um sie möglichst lange im Erwerbsleben zu halten, sollen sie noch bessere Möglichkeiten erhalten, ihren Übergang in den Ruhestand flexibel, selbstbestimmt und gemäß ihren individuellen Lebensentwürfen zu gestalten.“

Zu den von der Regierung vorgeschlagenen Maßnahmen gehört unter anderem die verbesserte Möglichkeit, vor Erreichen der Regelaltersgrenze eine Teilzeitarbeit durch eine Teilrente zu ergänzen. Teilrente und Hinzuverdienst sollen „flexibel und individuell miteinander kombinierbar“ sein. Der Hinzuverdienst soll „im Rahmen einer Jahresbetrachtung“ stufenlos bei der Rente berücksichtigt werden.

Wer eine vorgezogene Vollrente wegen Alters bezieht und weiterarbeitet, soll dadurch künftig regelmäßig den Rentenanspruch erhöhen. Auch Vollrentner sollen künftig in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig sein, bis sie die Regelaltersgrenze erreichen.

Arbeitet jemand nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiter, kann er auf die dann bestehende Versicherungsfreiheit verzichten, um so weitere Entgeltpunkte und damit einen höheren Rentenanspruch in der gesetzlichen Rentenversicherung zu erwerben.

Um Rentenabschläge auszugleichen, soll es möglich sein, früher und flexibler als bisher zusätzliche Beiträge in die Rentenversicherung einzuzahlen.

Neue Regeln der Rehabilitation und der Prävention sollen die Leistungen der Rentenversicherung und der Alterssicherung der Landwirte stärken.

Zudem soll die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer dadurch attraktiver werden, dass der bisher anfallende gesonderte Arbeitgeberbeitrag zur Arbeitslosenversicherung für Beschäftigte jenseits der Regelaltersgrenze für fünf Jahre wegfällt.

Quelle: Deutscher Bundestag

Anmerkung Sozialticker … es ist schon eine Schande, dass man solche Systeme überhaupt zur Installation ins soziale Umfeld einbauen muss – statt sich, wann immer ein jeder möchte, den Hammer aus der Hand legen zu dürfen, sobald geeigneter Nachwuchs im Erwerbsleben gleiches Ziel verfolgt. Fachkräftemangel … solch ein Nonsens zu verbreiten sollte unter Strafe gestellt werden und wenn nicht, dann mal über die Ausbildungsbedingungen nachdenken.

Solange es aber wichtiger erscheint, mit einem Handy vor den Augen seine Umwelt wahrzunehmen … solange „TV-Verblödete“, virtuellen Figuren – selbst im Straßenverkehr nachjagen, solange Lehrstellen zur Ausnutzung von Azubis missbraucht werden, solange kann es doch gar keinen Fachkräftemangel geben. 🙂 Flexi-Rente … schon der Begriff ist ein Witz, der wiedermal nur für eine bestimmte Gruppe Geltung hat und sich andere Berufszweige nen aufgescheuerten Wolf lachen, aber nie in solche Kassen einzahlen werden, denn deren Kohle wird anderweitig „fleximäßig“ ins Leben gesteckt.

Ohje – Deutschland und seine neuzeitlichen Gesetze … Klick