Finanzprobleme der Pflegekassen mit solidarischer Pflegeversicherung lösbar.

„Mit unserer solidarischen Pflegeversicherung wäre das Defizit von 3,2 Milliarden Euro, wie es derzeit von den gesetzlichen Pflegekassen angezeigt wird, zu vermeiden. Mit unserem Konzept würden für die Pflege jedes Jahr mindestens 12,5 Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung stehen“, kommentiert Pia Zimmermann, Sprecherin für Pflegepolitik der Fraktion DIE LINKE, die Angaben des GKV-Spitzenverbandes, dass im ersten Halbjahr dieses Jahres schon 3,2 Milliarden Euro mehr für die Pflegeversicherung ausgegeben wurden als im Vorjahr. Zimmermann weiter:

„Gute Pflege kostet Geld, das ist richtig. Das Geld muss aber auch bei den Menschen mit Pflegebedarf und den Pflegenden ankommen. Das haben die Reformen der Bundesregierung nicht geschafft. Die Pflegegesetze haben nur ein paar Löcher gestopft, eine echte Pflegereform sieht anders aus.

In eine solidarische Pflegeversicherung würden alle Beitragszahler den gleichen Prozentsatz ihres Einkommens einzahlen. Das ist fair und gerecht. Wir wollen eine Pflegevollversicherung. Die Zuzahlungen und Eigenanteile sollen abgeschafft werden, weil Pflege nicht arm machen darf. Gute Pflege muss es für alle geben, unabhängig von Wohnort und Geldbeutel.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE

Anmerkung Sozialticker – Banken retten, nicht gebrauchbare Flughäfen erbauen und die Autobahnen verscherbeln … ist doch wichtiger als Kindergärten mit entsprechendem Fachpersonal auszustatten – geschweige die Pflegekassen zu bedienen. Hey, Kinder und Alte machen nur Kosten und diese sind im Kapitalismus nicht vorgesehen.

28. August 2017