FDP für bessere Anreize zur Altersvorsorge für Geringverdiener
Berlin: (hib/MPI) Die FDP-Fraktion will bessere Anreize zur privaten Altersvorsorge für Geringverdiener schaffen. Einkommen aus privater Vorsorge werde derzeit voll auf die Grundsicherung angerechnet, kritisieren die Liberalen in einem Antrag (16/7177). Das habe zur Folge, dass ein Geringverdiener, der privat vorgesorgt hat, im Alter genauso wenig bekommt wie ein Grundsicherungsbezieher ohne Vorsorge. “Im Ergebnis bestrafen die Anrechnungsvorschriften denjenigen Geringverdiener, der zusätzlich für das Alter vorsorgt”, betonen die Abgeordneten. Das Recht der Grundsicherung im Alter müsse deshalb so geändert werden, dass wer vorsorgt, von dieser Vorsorge auch profitiert. Im Ergebnis solle jeder Grundversicherungsbezieher einen Freibetrag von 100 Euro für Einkünfte aus privater Altersvorsorge besitzen. Darüber hinausgehende Altersvorsorgeeinkommen sollten bis zu einer Höhe von 800 Euro zu 20 Prozent anrechnungsfrei bleiben. Diese Anrechnungsregelung solle im Übrigen für alle Einkommensarten gelten. Zugleich macht sich die FDP erneut für ihr Konzept eines liberalen Bürgergeldes stark.
Quelle: Pressedienst des Deutschen Bundestages
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