FDP: Dem intelligenten Strom- und Gaszähler zum Durchbruch verhelfen
Berlin: (hib/VOM) Die FDP-Fraktion setzt auf “intelligente” Strom- und Gaszähler, um das Messwesen in Deutschland zu modernisieren. Sie bezieht sich dabei auf einen Gesetzentwurf der Bundesregierung (16/7872) zur Öffnung des Messwesens bei Strom und Gas für Wettbewerb, der zurzeit im Bundesrat beraten wird. Die Marktöffnung für das Messwesen schaffe die Voraussetzungen und Anreize zum Austausch der “technologisch veralteten Zähler” und der Markteinführung neuer, intelligenter Zählergenerationen. Der Strom- und Gaswettbewerb könnte durch neue, nach Tageszeit oder Netzlast differenzierte Tarife stimuliert werden, so die Abgeordneten. Der Verbraucher könnte dadurch seinen Verbrauch besser steuern. Durch “Preissignale” könnte die Nachfrage der Verbraucher zeitlich stärker gelenkt werden.
Kostensenkungen für Netzbetreiber und Lieferanten wären nach Meinung der Fraktion durch eine “Fernauslesung” der Verbrauchsdaten beim Kunden möglich. Sie ließen sich bei einer Funktion des Stromzählers als Schnittstelle für eine automatisierte Gas- und Wasserverbrauchserfassung noch weiter steigern, heißt es. Bei Gewerbekunden sieht die FDP Spielraum für Stromeinsparungen von durchschnittlich 300 Euro und mehr im Jahr. Zugleich könnte die Installation neuer Zählertechnik weiterentwickelt werden zu Konzepten so genannter “intelligenter Netze”. In dem Antrag wird die Regierung aufgefordert, die flächendeckende Marktdurchdringung mit intelligenten Zählern zu forcieren, ohne dabei zwischen Gewerbe- und Haushaltskunden zu unterscheiden. Auch sollten die Messentgelte nicht mehr von der Bundesnetzagentur reguliert werden, sobald sich Wettbewerb eingestellt hat. Auf eine Preisregulierung, die neue Anbieter vom Markt fernhält, sollte verzichtet werden, so die Fraktion. Schließlich sollten Netzbetreiber, die zugleich Strom- und Gaslieferanten sind, Messentgelte nicht mit ihren Netzentgelten subventionieren dürfen.
Quelle: Deutscher Bundestag
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