Familienbericht: Debatte über Arbeitszeiten ist überfällig
Anlässlich der Übergabe des Familienberichts an Bundesministerin Kristina Schröder erklärte Ingrid Sehrbrock, stellvertretende DGB-Vorsitzende, in Berlin:
„Überstunden und eine Kultur der Dauerpräsenz bestimmen den Alltag der Beschäftigten. Oftmals erwarten Arbeitgeber Verfügbarkeit rund um die Uhr. Zeitsouveränität für Familien gibt es aber nur dort, wo Arbeit gerecht verteilt wird. Die Organisation der Arbeitszeit ist der Schlüssel für eine familienfreundliche Arbeitswelt: Wir brauchen eine breite gesellschaftliche Arbeitszeitdebatte.
Großelternzeit, Freiwilligendienste und Nachbarschaftshilfe, wie sie der Familienbericht empfiehlt, können den Ausbau der institutionalisierten Kinderbetreuung nicht ersetzen. Wir brauchen ein Netz qualitativ hochwertiger und professioneller Kinderbetreuung, das den Bedarf verlässlich deckt.
Zeit für Familie heißt auch, dass man kurzfristig frei nehmen kann, wenn familiäre Angelegenheiten dringend geregelt werden müssen.
Teilzeit darf nicht zur Sackgasse werden. Deshalb brauchen wir für die Beschäftigten einen Rechtsanspruch auf Rückkehr in die Vollzeit.“
Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund - Pressestelle
Startseite - Veröffentlicht am: 29. Oktober 2011 um 13:00 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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