Familien geht das Geld fuer den Urlaub aus
Die Süddeutsche Zeitung machte gestern mit der Meldung über die abnehmende “Reiselust” von Familien auf. Dem stehe der entgegensetzte Trend bei Senioren und Singles gegenüber, die umso häufiger ins Ausland verreisen würden. Diese unübersehbare Diskrepanz im Verhalten von Senioren und Singles einerseits und Familien andererseits zeigt sich nicht nur auf dem Feld der Urlaubsreisen, sondern gerade auch in anderen, existenziellen Lebensbereichen.
Hinter diesen Trends steht eine schon seit Jahren entgegensetzt verlaufende Entwicklung der (realen) Einkommen und Lebenshaltungskosten in den Haushalten mit und ohne Kinder. Dass dies maßgeblich auf die getroffenen (familien)politischen Weichenstellungen mit ihren absehbaren Umverteilungswirkungen (vgl. z.B. HBF Juli 2000) zurückzuführen ist, zeigen selbst die Zahlen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung” (OECD, vgl. dazu HBF 12.03.08).
Die damit verbundenen negativen volkswirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Effekte sind bereits heute unübersehbar (HPL) und dürften sich tendenziell weiter verschärfen. Schließlich sieht die Bundesregierung erklärtermaßen ihre Aufgabe nicht länger darin, für einen effektiven wirtschaftlichen Ausgleich zwischen Haushalten mit und ohne Kindern zu sorgen (z.B. HBF 2007 oder HBF 05.09.08).
Quelle: Presse HBF
Startseite - Veroeffentlicht von: Sozialticker am: 14. September 2008 um 11:53 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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