Familien dürfen nicht länger arm gemacht werden!

Familien sind die Säulen unserer Gemeinschaft und doch drohen sie zunehmend unter der Last familienblinder Steuern und Abgaben zusammen zu brechen. „Was Eltern brauchen, sind die Wertschätzung ihrer Erziehungsarbeit und finanzielle Sicherheit“, fordert der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Familienverbandes, Siegfried Stresing. „Vor allem doppelte Beiträge in den Sozialversicherungen führen dazu, dass Familien kaum ein finanzielles Auskommen haben. Weil das Existenzminimum der Kinder bei der Beitragserhebung nicht berücksichtigt wird, zahlen Eltern viel zu hohe Beiträge: pro Monat und Kind sind das 238 Euro.“

Familien leisten neben dem finanziellen Beitrag durch die Kindererziehung auch einen generativen Beitrag. „Er wird trotz wegweisender Urteile des Bundesverfassungsgerichts noch immer nicht berücksichtigt“, kritisiert Stresing. „Unser Sozialversicherungssystem würde ohne nachwachsende Generationen zusammenbrechen. Sie zu erziehen, kostet Eltern Zeit und Geld. Sie müssen deshalb endlich entlastet werden!“ Das Bestreben der Familien, aus eigener Kraft für sich zu sorgen, läuft bisher ins Leere: Zu hohe Sozialversicherungsbeiträge belasten die Haushaltskasse, der steuerliche Kinderfreibetrag entspricht in der Höhe nicht den realen Bedürfnissen, Sozialleistungen und ihre Wechselwirkungen sind kaum noch nachvollziehbar. Kinder werden so zu einem Armutsrisiko – unabhängig davon, in welcher Familienkonstellation sie groß werden.

Einen besonderen Fokus hat die jüngste Studie der Bertelsmann Stiftung: „Alleinerziehende unter Druck. Rechtliche Rahmenbedingungen, finanzielle Lage und Reformbedarf“. Er ermöglicht, die prekäre Lage Alleinerziehender als eine Familienform deutlich zu machen. Für Alleinerziehende ist die Lage besonders schwierig, weil sie nicht nur ein Einkommen erwirtschaften, sondern auch die Sorge für die Kinder überwiegend allein übernehmen müssen. Bleibt der Unterhalt des anderen Elternteils aus, rutschen Ein-Eltern-Familien schnell in den Hartz IV-Bezug. Reformbedarf sehen die Autorinnen der Studie, Prof. Anne Lenze und Antje Funcke, vor allem im Unterhaltsrecht sowie in der familiengerechten Beitragsgestaltung in der gesetzlichen Sozialversicherung. Sie fordern ein neues Konzept der Existenzsicherung von Kindern, damit alle Mädchen und Jungen gut aufwachsen können und faire Bildungs- und Teilhabechancen haben.

Quelle: Der Deutsche Familienverband

3 Gedanken zu „Familien dürfen nicht länger arm gemacht werden!“

  1. Die Geburtenrate ist seit 2014 zweimal hintereinander angestiegen, was immerhin Optimismus verbreiten soll. Gleichwohl ist die allgemeine Sterberate in beiden Jahren weitaus höher. In Deutschland beträgt die Kinderarmut bundesweit im Schnitt etwa 22 Prozent. Besonders hoch ist die Kinderarmut in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg, Bremen und in der Uckermark – beinahe 1/3. Und das in einem reichen Land wie Deutschland. Bedenkt man weiter, dass die in Armut lebenden oder von ihr Bedrohten in der Bevölkerung im Schnitt 13 % beträgt – und das mit steigender Tendenz – so muss mit einem Auseinanderbrechen des gesellschaftlichen Zusammenlebens gerechnet werden. Und weil das nicht nur auf Deutschland beschränkt, sondern in noch gesteigerter Form für die anderen EU-Länder gilt, muss auch mit einem Auseinanderbrechen der EU-Gemeinschaft in absehbarer Zukunft gerechnet werden. Der Brexit in Großbritannien ist gleichsam der Wink mit dem Zaunpfahl.

  2. @ jörg freundlich
    wie : deutschland bekommt jetzt wieder 1.4 kinder pro patchworkfamilie ? . . .
    deutschland ist reich ? welches deutschland , welche personen ? . . .
    es müsse mit einem auseinanderbrechen des gesellschaftlichen zusammenlebens gerechnet werden – ist dann nicht schon längst passiert ? . . .
    die europäische union als politisches neoliberales wirtschaftsmodell muss auseinander brechen , damit die völker endlich in frieden zusammenwachsen können und nicht im großen stil treuhand gespielt werden kann . . .

    1. unrecht hast du mit deinen Fragen und Gedanken absolut nicht. Vielleicht ist jörg einfach nur ZU freundlich und das kann daher kommen dass durch seine Lebensituation einen ganz anderen Blick auf die Realität hat….. rosa Elefanten gibt es überall wenn man vom Leben eine rosa Brille verpasst bekommen hat.

      Jörg, verstehe das nicht falsch, das geht nicht gegen dich. Ich denke ab & an aber schon dass du manches was etlichen schon fast die Lüft abschnürt aus deinem Blickwinkel als (noch) zu rosig siehst. Mag es dir erspart bleiben dass dein Blickwinkel z.b. durch Arbeitslosigkeit mit den Folgen o.ä. geändert wird.

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