Erhöhung der BAföG-Bedarfssätze und Freibeträge kommt für viele zu spät

„Die aktuellen Zahlen bestätigen abermals die traurige Realität, dass das Herauszögern der BAföG-Erhöhung ins Wintersemester 2016/2017 zu einem immer weiter sinkenden Anteil an Studierenden führt, die BAföG-Mittel als Unterstützung für ihr Studium erhalten. Im Jahr 2014 fällt die Förderquote bei 424.000 geförderten von etwa 2,7 Millionen Studierenden auf unter 16 Prozent“, erklärt Nicole Gohlke, hochschul- und wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die heute veröffentlichten Zahlen des statistischen Bundesamtes.

Gohlke weiter:

„Es war ein Fehler mit der BAföG- Reform so lange zu warten, bis immer mehr Studierende aus der Förderung rausfallen. Sozial schwächere Schulabgänger werden systematisch vom Studieren abgehalten, wenn die BAföG-Sätze so niedrig sind, dass ihre Lebenshaltungskosten davon nicht beglichen werden können.

Die Erhöhung der BAföG-Sätze und der Freibeträge um mindestens zehn Prozent war längst überfällig, und die geplante Erhöhung kommt Ende 2016 für viele zu spät. Das Ziel muss sein, die Förderquote zu erhöhen und die Bedarfssätze regelmäßig an die Preis- und Einkommensentwicklung anzupassen.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE