Entscheidend ist eben NICHT das Verhältnis zwischen Arbeitern und Rentnern, sondern zwischen produktiv Erwerbstätigen und allen Anderen, die daran schmarotzen
“Wer nicht privat vorsorgt, kann im Alter ein Problem bekommen”, schreibt DIE WELT. Ja genau, Leute: Steckt eure paar mickrigen Taler unbedingt in private Rentenverträge, damit Banken und Versicherung mit eurem Geld fröhlich auf dem Finanzmarkt zocken können. Das ist gaaaaanz bestimmt die Lösung des Rentenproblems.
Ich kann den Mist so langsam echt nicht mehr hören. Wir haben KEIN Alterungsproblem, sondern ein drastisches Verteilungsproblem bezüglich des erarbeiteten Wohlstandes. Aber wer als Regierung einzig und allein den obersten 10 Prozent sämtlichen Vermögenszuwachs zuschanzt, kommt natürlich auch nicht um eine Senkung der Renten herum, um diese Entwicklung auszubauen.
Entscheidend ist eben NICHT das Verhältnis zwischen Arbeitern und Rentnern, sondern zwischen produktiv Erwerbstätigen und allen Anderen, die daran “schmarotzen”.
Kleine Erläuterung: In der sogenannten “produktiven Wirtschaft” sind 22 bis 25 Mio Menschen beschäftigt, denen rund 60 Millionen (tendenziell oder gar gänzlich) unproduktive Babys, Pensionäre, Arbeitslose, Richter, Abgeordnete, Kinder, Soldaten, Minister, Erwerbsunfähige, Polizisten, Hausfrauen, Schüler, Rentner, Kranke, Professoren, Banker, Rechtsanwälte, Sportler, Studenten und Künstler gegenüber stehen. Alle Letztgenannten haben praktisch nichts mit der Produktivitätssteigerung zu tun, werden aber trotzdem (teils mehrere Milliarden teuer) durchgefüttert. Und das schon seit Jahrzehnten. Eine rasant steigende Produktivitätssteigerung macht es möglich.
Ebenfalls seit Jahrzehnten steigt das Bargeldvermögen in Deutschland. Meist so um die 200 bis 250 Milliarden Euro jedes Jahr, was für jeden Pöbel rund 3.000 Euro Nettozuwachs bedeuten würde. Also auch 3.000 Euro netto mehr an Hartz4, Kindergeld, Azubilohn, Rente - und ja, auch Politikerdiäten und Managergehälter. Da sich Letztgenannte aber seit Jahren überproportional bedienen, während der Pöbel mit Hartz4, Reallohnsenkungen und Sozialabbau politisch gewollt in die gesetzlich verordnete Armut abrutscht, muss man diesbezüglich sicherlich kaum noch weitere Worte verlieren.
Was wir haben, ist kein Demografieproblem, sondern ein massives Verteilungsproblem. Und das wird durch Absenken der Rente nur NOCH SCHLIMMER!
Managergehälter: Einige Chefs kassieren mehr, als ihr Unternehmen an Steuern zahlt - Und das, obwohl die Konzerne selbst fettere Profite erzielen, als noch Jahre zuvor.
Lacher am Rande: Die Überschrift des Berichtes lautet “Das Steuersystem ist außer Kontrolle geraten”. Dabei stimmt das gar nicht. Das Steuersystem ist exakt so umgebaut worden, wie es der Wähler wollte. Denn jede andere Art der Verteilung wäre sozialistische Gleichmacherei, Planwirtschaft, linke Neiddebatte oder gar Kommunismus. Jeder bekommt exakt die Politik, die er sich zusammenkreuzt.
Quelle: Duckhome
Startseite - Veröffentlicht am: 3. September 2011 um 13:30 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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