Entschädigung von 2,4 Millionen Autokäufern klären

„2,4 Millionen Verbraucherinnen und Verbraucher sind vom Dieselgate betroffen. Über Entschädigung wird geschwiegen und die Bundesregierung taucht bis heute ab. Auch vom Verbraucherminister haben wir bis heute nichts gehört“, so Caren Lay, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des heutigen Rückrufs von 2,4 Millionen Diesel-PKW durch das Kraftfahrzeugbundesamt. Lay weiter:

„Es wird Zeit, dass Verbraucherinnen und Verbraucher besser geschützt und ihre Rechte gestärkt werden. Verbrauchertäuschung und organisierter, planmäßiger Betrug sind kein Geschäftsmodell. Die Bundesregierung muss schnellstens die Entschädigungsfrage klären. Es ist das Mindeste, das VW die entstehende Mehrkosten der betroffenen Autobesitzerinnen und –besitzer, beispielsweise durch höhere KfZ-Steuern oder Versicherungstarife, übernimmt.

Auch im Interesse der Beschäftigten von VW und den Zuliefererbetrieben brauchen wir eine schnelle und rückhaltlose Aufklärung. Die Bundesregierung darf sich nicht weiter zum Handlanger der Autoindustrie machen. Gerade vor dem Hintergrund des gigantischen Schadens durch den VW-Skandal muss die Bundesregierung schleunigst ihre Blockadehaltung in der EU gegen die Einführung niedrigerer Grenzwerte und besserer Tests aufgeben.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE