Berlin: (hib/EB) Energiearmut im Winter ist das Thema einer Kleinen Anfrage (18/11052) der Fraktion Die Linke. 16,8 Prozent der armutsgefährdeten Bevölkerung in Deutschland geben an, dass ihnen das angemessene Heizen der Wohnung aus finanziellen Gründen nicht möglich sei, zitieren die Abgeordneten eine Studie des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2013. Experten hätten im Dezember 2016 zum wiederholten Male angemahnt, Ursachen und Wirkungszusammenhänge von Energiearmut und Energiepreissteigerungen stärker zu untersuchen (18/10708), schreiben die Fragesteller.

Die Abgeordneten möchten unter anderem wissen, welchen Anteil der Konsumausgaben Haushalte durchschnittlich für die Strom- und Wärmeversorgung aufwenden und wie sich dieser Anteil seit 2008 entwickelt hat. Zudem fragen sie, wie viele Haushalte im Zeitraum 2008 bis 2016 in den Wintermonaten von Strom-, Gas- und Wärmesperren betroffen waren. Die Bundesregierung soll außerdem darlegen, ob ihr Verletzungen und Todesfälle in Folge von Energiesperren bekannt sind und wie sie Umfang und Folgen der Sperren bewertet.

Quelle: Deutscher Bundestag

6. Februar 2017