Endlich bedarfsgerechte Grundfinanzierung der Hochschulen sichern

„Es scheint ja auf den ersten Blick erfreulich, dass die Hochschulen im Jahr 2014 mehr Geld ausgeben konnten, allerdings muss man auch sehen, woher die zusätzlichen Gelder kommen“, kommentiert Nicole Gohlke, hochschul- und wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Gohlke weiter:

„Die Hochschulen konnten mehr Geld ausgeben, weil sie mehr Gelder eingenommen haben, allerdings nicht über zusätzliche Gelder bei der Grundfinanzierung, sondern über eigene wirtschaftliche Tätigkeiten, Vermögen und Drittmittel. Das heißt, dass diese Mittel nicht jedes Jahr automatisch zur Verfügung stehen, sondern immer wieder neu eingeworben müssen.

Diese Art der Hochschulfinanzierung ist wirklich ein Desaster. Die Hochschulen sind ständig damit beschäftigt, Drittmittel einzuwerben, wodurch eine zuverlässige und längerfristige Planung der Hochschulen unmöglich wird. Die Folge ist: Wissenschaftler hangeln sich von einem befristeten Teilzeitjob zum nächsten, im Bundesdurchschnitt kommt ein Professor auf 63 Studenten und die Hörsäle platzen aus allen Nähten. Diese Probleme können allerdings nicht mit der Einwerbung von Drittmitteln oder kurzfristigen Pakten gelöst werden, sondern nur mit einer längst fälligen bedarfsgerechten Grundfinanzierung aller Hochschulen. Nur so können gute Lehr- und Lernbedingungen für alle Studentinnen und Studenten sowie Lehrkräfte ermöglicht werden.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE