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Empirische Analyse zur Höhe einer sozialen Mindestsicherung auf der Basis regionalstatistischer Preisdaten

WAS DER MENSCH BRAUCHT

„Wieviel braucht ein Mensch in der Bundesrepublik Deutschland zum gegenwärtigen Zeitpunkt zum Leben und damit zur Wahrung seiner grundgesetzlichen Rechte nach Art.1, Art.2 sowie Art.3?“

Bild: © M.Kinder für Sozialticker - Kohle / GeldDie seit Monaten durch bestimmte Politiker und Medien forcierte Diskussion über Arbeitslose, Hartz-IV und eine von diesen favorisierte Senkung des Arbeitslosengeldes II haben viele bewogen, empirische Untersuchungen zur Höhe einer sozialen Mindestsicherung durchzuführen.

Der aktuell vor dem Bundesverfassungsgericht ausgetragene Rechtsstreit über die Höhe des Regelsatzes, sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche, steht als Ergebnis eines vor Jahren, noch vor der offiziellen Einführung der beklagten Gesetze, alle Instanzen durchlaufenden Prozesses. Selbst unter der Annahme, dass das BVerfG. der Klage statt gibt, bleibt zu konstatieren, dass aufgrund der durch diesen „Weg durch die Instanzen“ verstrichenen Zeit den Betroffenen eine sehr lange, wertvolle Lebenszeit genommen wurde, welche im Nachhinein in dieser Form nicht wieder herstellbar sein wird.

Es kann festgestellt werden, dass die vorschnelle Umstellung des ursprünglichen Sozialhilfemodells nach 2005 zu keiner Verbesserung sowohl der Lebensumstände der Betroffenen, als auch zu einer Effektivierung des Arbeitsmarktes beigetragen hat, sondern eher zu einer flächendeckenden Unzufriedenheit und derben Schicksalsschlägen geführt hat, welche ihrerseits wiederum die Ursache für weitreichende infrastrukturell-soziale Komplikationen darstellen und wahrscheinlich auf lange Sicht nachwirken. Allein etwa die Tatsache, dass es heute fast gewöhnlich erscheint, dass Menschen unter 25 Jahren bei ihren Eltern campieren müssen, obwohl sozialpsychologisch völlig klar ist, dass damit deren soziale Kompetenz folgenschwer eingeschränkt wird, mag dazu anregen, den sozialpolitischen Überblick infrage zu stellen.

Angesichts der Ergebnisse dieser Analyse sowie ihrer notwendigen Bewertung und der festgestellten mehrfachen Verstöße gegen das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland besteht für die verantwortlichen und handelnden Politiker, sowohl in der Regierung als auch der Opposition, die sofortige Verpflichtung, diese schweren Zuwiderhandlungen in Ihrer Gänze zu beseitigen. Dabei sollten sie nie aus den Augen verlieren, dass all ihre Bestrebungen nur einem einzigen Ziel zu folgen haben: DEM WOHL EINES JEDEN MENSCHEN.

Hier die ganze Studie: Hausstein, Empirische Analyse zur Höhe einer sozialen Mindestsicherung, Stand 1/2010 (pdf)

Quelle: Leserzuschrift an Sozialticker … veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von L. Hausstein (Autor)

Startseite - Veröffentlicht am: 3. Februar 2010 um 12:00 Uhr - Haftungsausschluss     Sie möchten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

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  12 Kommentare / Fragen veröffentlicht


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12 Kommentare / Fragen

Lesen Sie Kommentare / Fragen, welche andere Leser hinterlassen haben.


1. ... Kommentar von erika am Mittwoch, 3.2.2010.

Hausstein, Empirische Analyse zur Höhe einer sozialen Mindestsicherung, Stand 1/2010 (pdf)

Dies trifft es auf den Punkt genau, wirklich lesenswert.


2. ... Kommentar von Korbacherjunge am Mittwoch, 3.2.2010.

Ja die grundgesetzlichen Rechte nach Art.1 sollten die Richter in Karlsruhe klären am 9.2.2010.


3. ... Kommentar von Erbgut am Mittwoch, 3.2.2010.

Hausstein, Empirische Analyse zur Höhe einer sozialen Mindestsicherung

Eine realistische Analyse, Bravo.
Die Mindestsicherung käme der Anerkennung der Einzigartigkeit und Wichtigkeit eines jeden Menschen ein klein wenig näher.

Es sei erwähnt, dass nicht jeder der arbeitet auch tatsächlich Sinnvolles tut.
Würden Grundgesetz und Menschenrechte (das Wohlergehen aller Menschen) im Alltagsgeschäft einen höheren Rang einnehmen, als die stets gefeierte Profitgier, dies vieles erleichtern.


4. ... Kommentar von Sancho am Mittwoch, 3.2.2010.

Es sollte auch noch berücksichtigt werden, dass durch den manipulativen Eingriff und staatlichen Einfluss die Regelung für von Mehrbedarfen bei krankheitsbedingter, kostenaufwendiger Ernährung untragbar verschärft wurden. Nur weil die ” Sachverständigen” nach den Wünschen des Staates ausgetauscht wurden. So das der Verein für öffentliche und soziale Fürsorge dann zum Wohle der Staatskasse, sozusagen Systemangepasst wie es in der DDR hieß seine Empfehlungen zu Nachteil der Kranken und Schwerbehinderten ändern musste. Was ist wohl hier Perversion im Sozialen Bereich.


5. ... Kommentar von joachim grehl am Mittwoch, 3.2.2010.

endlich mal eine statistik zu gunsten der hart4 empfänger
aber ob diese statistik auch jemand von den politikern lesen kann?
und wenn ja stellt sich immer noch die frage wie gut ist diese bedarfsanalyse und welches interesse seitens des bundes und der länder besteht diese analyse umzusetzen.
nach dem was die medien und leider auch unsere volksvertreter von sich gegeben haben komme ich zu der erkenntnis das das einzigste was von dieser bedarfsanalyse übrigbleiben wird ist nichts weiter als ein zettel mit vielen roten strichen.
trotzalledem einen herzlichen dank an herrn hausstein insbesondere für die darbegrachte leistung


6. ... Kommentar von Trixi am Mittwoch, 3.2.2010.

ihr braucht doch nur den Link an alle schicken, die es lesen sollen, dann bekommen sie es auch zu lesen !!!


7. ... Kommentar von joachim grehl am Mittwoch, 3.2.2010.

hallo trixi,
gute idee ich hoffe du bist mit von der partie.


8. ... Kommentar von Trixi am Mittwoch, 3.2.2010.

ich bin schon fleißig dabei mein Verteiler ist bereits gelaufen und die Leitungen glühen.


9. ... Kommentar von willeried am Donnerstag, 4.2.2010.

Hartz IV das größte Unrechtssystem nach dem zweiten Weltkrieg, ersonnen von einem verurteilten Verbrecher, auf 600 Seiten durch die Union verschärft, zeigt was Arbeitslose in einer Bananenrepublik noch Wert sind. Solange man schön brav seine Steuern bezahlt ist man ein geduldeter Bürger. Aber wehe man wird arbeitslos, dann schlägt unser Staat mit aller Härte zurück. Nach dem 11 Sept. zeigt die Regierung in Ihrer Verfahrensweise mit Hartz IV Empfängern, wie man Terroristen ausbluten könnte. Und hat sich offensichtlich ein neues Ziel gesetzt, Verhinderung von Sozialleistungen mit allen rechtlichen wie illegalen Mitteln


10. ... Kommentar von Hans-im-Glück am Donnerstag, 4.2.2010.

Wenn ich mich so umschaue, wie unsere Politiker agieren, und da meine ich ALLE etablierten Parteien, dann kann ich nur sagen:

der einzige Ausweg aus dieser Misere ist “das große Kreuz” bei allen Wahlen! Wenn wir diesen Politamateuren nicht zeigen, daß sie unsere Zustimmung NICHT MEHR haben, dann werden sie alle so weitermachen. Geben wir Ihnen unsere Stimmen nicht mehr! Gehen wir zur Wahl und machen DAS GROßE KREUZ auf dem Wahlzettel! Dann und nur dann werden sie wissen, was die Stunde geschlagen hat. Leisten wir Widerstand mit allen noch verfügbaren Mitteln!


11. ... Kommentar von Bananenrepublikaner am Freitag, 5.2.2010.

ist bei der analyse wohl berücksichtigt, dass die betroffenen auch noch möglichst im bioladen einkaufen sollen oder besser noch beim demeterhof?

*sarkasmusmode on* natürlich müssen die da zu fuß hin! das ist erstens gesund und sie haben zweitens weniger zeit auf dem sofa zu liegen und diverse tabakwaren, alkoholika und unterschichtenfernsehen zu konsumieren oder drittens, neue stützeempfänger zu produzieren *sarkasmusmode off*.

man muß nicht in allen punkten mit j. rawls oder m. käßmann zur gerechtigkeit von gesellschaften übereinstimmen aber ihre qualität zeigt sich IMHO schon daran, wie sie ihre schwächsten mitglieder behandelt.


12. ... Kommentar von Steinbock am Montag, 22.2.2010.

hartz iv 631e nach vorgaben des bundesverfassungsgerichts


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