Ein Mann für alle Fälle - kuriose Jobangebote
Jemand, der kaum Fahrpraxis und keinerlei Ausbildung im Umgang mit Kranken oder Verletzten hat, soll laut einer Arbeitsvermittlungseinrichtung - ab sofort mit Blaulicht durch die Stadt jagen! Es handelt sich bei diesem Jobangebot nicht nur um “einfache” Krankentransporte ins Krankenhaus und von dort nach Hause, sondern um die Tatsache, dass im Schichtdienst gearbeitet werden soll - also auch nachts - und dies als Newcomer aus einer völlig anderen Branche. Normale Krankentransporte wären nach reichlicher Schulung und Fachwissen noch durchführbar. Diese finden jedoch tagsüber zu festen Zeiten statt. Außerhalb dieser Zeiten werden nur Notfälle eingeliefert und genau zu diesen Notfällen wird dieser Jemand nun seinen Einsatz finden - um bei den rollenden Blaulichtwagen - die richtigen Töne zu treffen!
Wer ist nun dieser Jemand? - Antwort: Ein Musiker !!!
Folgendes sei hier noch einmal betont:
- Jemand, der keinerlei Fahrpraxis hat, soll nun höchst riskante Fahrten mit Sondersignalen durchführen, bei denen es nicht selten um Leben oder Tod geht.
- Jemand, der keinerlei Erfahrung mit Kranken oder Verletzten hat, wird auf eben diese losgelassen.
- Er hat seit Jahren kein Auto und auch kaum die Möglichkeit, seine Fahrpraxis aufzubessern.
- Von Rettungsaktionen versteht er genauso viel, wie vom Stricken oder Häckeln.
Diese Praxis der Arbeitsvermittlungen ist derart skandalös und belegt einmal mehr die Verantwortungslosigkeit, welche sich aus der Hartz IV Gesetzgebung kristallisiert hat. Für die Vermittlung sind zwar die Arbeitsagenturen zuständig, aber die Anweisungen kommen von “oben”: Arbeit um jeden Preis - Sozial ist, was Arbeit schafft! - und da ist es völlig egal geworden, welcher ALG II Empfänger … welchen Beruf einmal bekleidete. Was heute unter “sozial” verstanden wird, ist in höchstem Maße unsozial und unverantwortlich.
Zurück zur Startseite - Veroeffentlicht von: Steinbock am: Donnerstag, 15. März 2007 - Haftungsausschluss ![]() |
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