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Die Linke: Merkel ist eine Gefahr für die Weltwirtschaft

„Angela Merkels Kürzungsdiktate sind zu einer Gefahr für die gesamte Weltwirtschaft geworden. Dank der Sturheit der Bundesregierung steckt Griechenland im Krisensumpf fest, während die Situation in Spanien weiter eskaliert. Solange die deutsche Kanzlerin in Europa den Ton angibt, ist an eine Überwindung der Eurokrise nicht zu denken”, kommentiert Sahra Wagenknecht Forderungen der G20 nach einer schnellen und nachhaltigen Lösung der Eurokrise.

Die 1. Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Die europäischen Regierungen dürfen sich nicht länger von den Finanzmärkten am Nasenring durch die Arena führen lassen. Die Staatsfinanzen müssen aus dem Würgegriff der Investmentbanker und Ratingagenturen befreit werden. Dazu ist es nötig, dass die Bundesregierung ihren Widerstand gegen zinsgünstige Direktkredite der EZB für die Eurostaaten aufgibt. Wer über zu hohe Staatsschulden spricht, darf über die teure Bankenrettung nicht länger schweigen. Die Banken müssen unter öffentliche Kontrolle gebracht und streng reguliert werden, sonst ist jeder Rettungsschirm nur ein Fass ohne Boden. Statt die einfache Bevölkerung über Kürzungen von Löhnen, Renten und Sozialleistungen für die Krise bluten zu lassen, brauchen wir eine europaweite Krisenabgabe für Millionäre.

In jedem Fall müssen die Steuern auf riesige Vermögen und Einkommen deutlich erhöht werden. Mit Merkel wird all dies nicht zu machen sein. Bleibt zu hoffen, dass der neue französische Präsident Hollande sein Mandat ernst nimmt und einen Politikwechsel hin zu einem sozialen und demokratischeren Europa einleitet.”

Quelle: Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, Pressestelle

Startseite - Veröffentlicht am: 20. Juni 2012 um 10:00 Uhr - Haftungsausschluss     Sie möchten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

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1. ... Kommentar von kellerjunge am Mittwoch, 20.6.2012.

dazu passend:

“Wie wachen Sie auf? Als die brutalst sparendste Frau Europas. Recken Sie Ihr Kinn nach vorne, duschen Sie kalt? Wie ist das, eine böse Frau zu sein, in der Weltgeschichte?”
Bild-Kolumnist Franz-Josef Wagner an die Adresse von Bundeskanzlerin Angela Merkel


2. ... Kommentar von Stefan Wehmeier am Donnerstag, 21.6.2012.

In der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung gilt stets:

Geldvermögen = Kredite + M1 – (über Fristentransformation verliehener Anteil von M1)

Für die Allermeisten (insbesondere für Politiker) ist das noch zu kompliziert, sodass wir, ohne einen größeren Fehler zu machen, auch vereinfachend schreiben können:

Geldvermögen = Kredite

Weil, solange Zinsgeld (fehlerhaftes Geld mit Wertaufbewahrungsfunktion) verwendet wird, Geldersparnisse nur gegen eine Liquiditätsverzichtsprämie verliehen werden, steigen die Geldvermögen (GV) nach n Jahren und stets auf Kosten der Mehrarbeit anderer auf den Wert

GVn = GV0 x 1,045^n.

Was das für die Kredite = Schulden bedeutet, sollte klar sein, bleibt aber für die Allermeisten (insbesondere für Politiker) unverständlich; ebenso die Antwort auf die Frage, wo jetzt hier der Fehler zu finden und wie er zu korrigieren ist.

Sollen wir etwa den lieben Sparern zumuten, ihre geliebten Geldersparnisse ohne Liquiditätsverzichtsprämie zu verleihen, und damit den “großen Investoren” ihre Lieblingsbeschäftigung vermasseln, auf Kosten der Mehrarbeit anderer zu existieren? Das kommt “selbstverständlich” gar nicht in Frage, also nehmen wir lieber den Weltuntergang in Kauf: opium-des-volkes.blogspot.de


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