Die hohen Energiepreise kosten uns 200.000 Arbeitsplätze
Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), zu den Folgen der hohen Energiepreise:
“Ich denke, der Staat kann dankbar sein, denn er benutzt die Tankstellen als das Filialnetz der Finanzämter. Ich muss klar sagen: die Energiekosten-Explosion kostet uns zirka ein Prozent Wirtschaftswachstum und ein Prozent Wirtschaftswachstum sind 200.000 Arbeitsplätze.”
Weiter:
“Sehr viele Unternehmer in Deutschland leiden momentan unter dieser drastischen Energiepreis-Explosion. Das sind etwa 20 bis 30 Prozent nach unserer neuesten Umfrage.”
Zu seiner Forderung an die Politik, für echten Wettbewerb auf Strom- und Gasmärkten zu sorgen:
“Wir brauchen eine Energiebehörde mit Biss, eine Regulierungsbehörde mit Biss. Und wenn ich daran denke, dass die Regierung es noch mal zugelassen hat, dass die Energieriesen anstatt 7,5 Prozent 9,25 Prozent Rendite haben, dann kann ich sagen, es wäre schön, wenn unsere Mittelständler auch solche Zulassung der Gewinnpreissteigerung / Renditepreissteigerung vom Staat erhielten.”
Weiter:
“Wir sagen ganz klar: wir brauchen eine Entflechtung der Stromnetze und eine Entflechtung der Gaspipelines. Zum Beispiel ist es nicht möglich, dass ein ausländischer Gas-Anbieter hier ins deutsche Netz kommt. Das ist wettbewerbsverhindernd ohne Ende und das kostet uns Geld.”
Kontext:
Die Energiepreise steigen rasant. Einer Umfrage des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft zufolge geraten mittlerweile viele Mittelständler in Deutschland deshalb in Bedrängnis.
Quelle: N-TV
Startseite - Veroeffentlicht von: Steinbock am: 10. Juli 2008 um 8:30 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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