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Die Höhe der Regelsätze ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden

Neues aus dem Bereich RechtDas Sozialgericht Berlin hat dies – wie auch andere Sozial- und Verwaltungsgerichte- bereits mehrfach festgestellt (vgl. SG Berlin, Urt. v. 02.08.2005 -S 63 AS 1311/05 -; Urt. v. 13. Dezember 2005 – S 63 AS 3523/05; Urt. v. 29. April 2005 – S 53 AS 1214/05; ;VG Bremen, Urt. v. 27. Januar 2006 – S 3 K 427/05, SG Schleswig, Beschl. v. 08.03.2005 -S 6 AS 70/05 ER, info also 2005, 178 ; SG Aachen, Urt. v. 15.06.2005 - S 11 AS 15/05 -; SG Duisburg, Beschl. v. 21.10.2005 - S 2 (17) AS 147/05.). So führte die 55. Kammer im Beschluss vom 27. Oktober 2005 - S 55 AS 6703/05 – zur Regelleistung für erwerbsfähige Hilfebedürftige nach § 20 Abs. 2 Sozialgesetzbuch Zweites Buch - SGB II - aus:

“Ausgehend von der Prämisse, dass sich aus der Verpflichtung des Staates zum Schutz der Menschenwürde (Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz – GG -) in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip der Bedarfsdeckungsgrundsatz ableitet (so etwa Münder, SGB II, Kommentar, § 20 Rn. 20), ist der Staat verpflichtet, die Mindestvoraussetzungen für ein menschenwürdiges Dasein erforderlichenfalls durch Sozialleistungen zu sichern. Der in Art. 20 Abs. 1 GG verankerte Sozialstaatsgrundsatz enthält damit zwar einen Gestaltungsauftrag an den Gesetzgeber. Angesichts seiner Weite und Unbestimmtheit lässt sich daraus jedoch regelmäßig kein Gebot entnehmen, soziale Leistungen in einem bestimmten Umfang zu gewähren. Zwingend ist lediglich, dass der Staat die Mindestvoraussetzungen für ein menschenwürdiges Dasein seiner Bürger schafft (BVerfG, Beschluss vom 29. Mai 1990 – 1 BvL 20/84, 1 BvL 26/84, 1 BvL 4/86 - BVerfGE 82, S. 60 ff.). Was nun aber Mindestvoraussetzungen beziehungsweise der Mindestbedarf im vorstehenden Sinne sind, ist von den allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnissen abhängig und hat der Gesetzgeber einzuschätzen (BVerwG, Beschluss vom 29. September 1998 – 5 B 82/97 - FEVS 49, S. 97 ff.). Dabei ist es grundsätzlich rechtens, den Bedarf gruppenbezogen zu erfassen.

Weitere Informationen zum Urteil unter: Sozialgerichtsbarkeit

Zurück zur Startseite - Veroeffentlicht von: Lusjena   am: Donnerstag, 4. Januar 2007 - Haftungsausschluss     Sie moechten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen
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