Die deutsche Wirtschaft steht am Ende des Aufschwungs
Michael Hüther, Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW):
“Die Risiken sind ja sehr klar auf dem Tisch und wir sehen es spiegelbildlich in den Daten für Deutschland, was die Auftragseingänge bei den Investitionsgütern, auch aus dem Ausland vor allen Dingen, angeht. Wir sehen es an den Produktionsdaten der letzten Monate, die rückläufig sind. Das heißt, die deutsche Wirtschaft steht am Ende des Aufschwungs. Das heißt noch nicht zwingend, dass wir in eine Rezession hineinbrechen, das erwarten wir auch nicht. Aber es wird doch eine deutliche Minderung der gesamtwirtschaftlichen Tätigkeit geben und wir erwarten für nächstes Jahr nur noch gut ein Prozent.”
“Was wir bisher sehen, ist, dass wir für dieses Jahr mit knapp anderthalb Prozent einen Aufbau an Erwerbstätigkeit haben werden, nächstes Jahr allerdings nur noch sehr gering, allenfalls ein paar Zehntel. Wahrscheinlich wird die Beschäftigung aber im kommenden Jahr eher stagnieren, d.h., es wird hier nicht zu einem Abbau kommen, aber es zeigt sich doch, dass die Luft dünn wird und dass ein zusätzlicher Aufbau an Arbeitsplätzen nicht zu erwarten ist.”
Kontext:
Das Wachstum in Deutschland wird sich 2009 nach Ansicht des Vorsitzenden der Bosch-Geschäftsführung, Fehrenbach, deutlich abschwächen. “Angesichts der Vielzahl von Negativmeldungen in den vergangenen acht Wochen schließe ich für das kommende Jahr sogar eine Rezession nicht mehr aus”, sagte er in einem Zeitungsinterview.
Quelle: N-TV
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