Zu der aktuellen Debatte innerhalb der CDU über die Einführung eines allgemeinen Mindestlohns erklärte Michael Sommer, DGB-Vorsitzender, in Berlin:
„Der DGB begrüßt es, dass die Einführung eines allgemeinen Mindestlohns auch in der CDU immer mehr Anhänger findet. Damit steigen die Chancen, dass wir noch in dieser Legislaturperiode einen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn für alle Branchen durchsetzen können.
Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften kämpfen seit langem für den Mindestlohn. Gut, das es nun auch innerhalb der Union Bewegung in dieser Frage gibt. Denn der Mindestlohn ist wichtig für viele Beschäftigte, die trotz harter Arbeit mit Armutslöhnen abgespeist werden. Ich hoffe, dass auch die FDP über ihren Schatten springt und ihre ablehnende Haltung zum Mindestlohn noch einmal überdenkt.
Für Gespräche über die konkrete Ausgestaltung eines allgemeinen Mindestlohns steht der DGB zur Verfügung. Es muss aber klar sein, dass es nicht um irgendeinen Mindestlohn geht, egal wie hoch. Eine zu niedrige allgemeine Lohnuntergrenze bringt nichts. Die auch im europäischen Vergleich moderate DGB-Forderung von 8,50 Euro die Stunde ist das Mindeste, um den Betroffenen ein einigermaßen menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Die Einführung eines allgemeinen, gesetzlichen Mindestlohns wäre ein erster wichtiger Schritt, um den ausufernden Niedriglohnsektor einzudämmen.“
Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund - Pressestelle
Wenn die christlichen Gewerkschaften bei den Gesprächen mit am Tisch sitzen (und das werden sie) zusammen mit Vertretern der Arbeitgeber, dann kann man sich die Höhe des Mindestlohnes schon jetzt gut vorstellen. Was wird der DGB dagegen tun? Den Mindestlohn ablehnen oder sich lieber auf einen billigen Kompromiß einigen? Danach wird der große Wurf dann wieder als riesen Erfolg gefeiert.
3. ... Kommentar von fat man
am Montag, 31.10.2011.
Letzten Sommer kündigte Herr Sommer (hab ich selbst gehört, live, fast schlug mir sein Atem dabei ins Geicht) einen heißen Herbst an. Tja, da hatten wir letztes Jahr wohl nur 3 Jahreszeiten, was?
Die große Klappe des DGB kotzt mich an da dem KEINE Taten folgen, ausser zb der Aufruf an die AN bei völlig gerechtfertigten Lohnforderungen wieder Maß zu halten. Bei den geringen Lohnsteigerungen die der DGB “ausgehandelt” hat frage ich mich ob der DGB-Vorstand im Nebenjob nicht treu ergebenes Mitglied des Arbeitgeberverbandes ist
4. ... Kommentar von Turrican4D
am Dienstag, 1.11.2011.
Der DGB ist ja ganz schön naiv.
5. ... Kommentar von Waldecker-Frankenberger - Bürger
am Dienstag, 1.11.2011.
Schauen wir mal was passiert in der Sache.
Hoffe das Sie einen vernüftigen Mindeslohn hinkriegen.
6. ... Kommentar von Teja552
am Dienstag, 1.11.2011.
Von was für einer Mindestlohndebatte reden die da, Frau Merkel geht nur taktische Schritte ein und schiebt den Schwarzen Peter mal wieder anderen zu, tja und an kommende Wahlen denkt man dabei gewiss auch schon.
7. ... Kommentar von Korbacherjunge
am Dienstag, 1.11.2011.
JA ein Mindeslohn von 10.- € wäre gut , nur wann kommt der beim Bürger an ?
Immer dieser Quatsch mit den 10 Euro. Um Altersarmut zu vermeiden sind inzwischen rund 12 Euro nötig. Man sollte also endlich die Forderungen dem aktuellen Stand der Dinge anpassen und nicht jahrelang Kostensteigerungen zum Trotz auf dem selben Betrag herumreiten.
Jaa Frau Obermerkel legt aber die Latte an den Zeitarbeits Tarif an und das sind nicht annähernd 10 Euro.
Also wieder nur ein Hungerlohn!!
Mfg Andy
10. ... Kommentar von jogybär
am Mittwoch, 2.11.2011.
Mittlerweile ist der DGB fast zur christlichen Gewerkschaft mutiert.Wenn man sich anschaut, was in den letzten Jahren für Impulse von den Obergewerkschaftlern ausgingen,
sollten diese ihren Hut nehmen, und sich auf Hartz IV zurückziehen.An der ganzen Niedriglohnmisere und auch an Hartz IV sind diese Leute doch mitschuld. Anstatt der Kanzlerin um den Bart zu gehen, hätten sie sich mal lieber auf die Aufgaben einer
Gewerkschaft besinnen sollen.Diese Leute sind doch nur noch Papiertiger. Heißer Herbst
war angkündigt, es hat noch nicht mal zu einem lauen Wind gereicht.
Mit solchen Gewerkschaften sind die Arbeitnehmer arm dran.Anstatt sich mal ein Beispiel in Frankreich oder auch in Griechenland zu nehmen,wird lieber im Kanzleramt gekungelt.
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