Deutschlandstipendium bleibt Misserfolg

„Es ist wirklich nicht zu verstehen, mit welcher Sturheit die Bundesregierung an dem offensichtlich gescheiterten Projekt Deutschlandstipendium festhält“, kommentiert Nicole Gohlke, hochschul- und wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, die aktuellen Zahlen zum Deutschlandstipendium. Gohlke weiter:

„Gerade einmal 0,9 Prozent der Studierenden von den ursprünglich anvisierten acht Prozent erhalten das Deutschlandstipendium – das ist ein echter und offensichtlicher Misserfolg, den die Bundesregierung zur Kenntnis nehmen muss. Das Deutschlandstipendium ist als Instrument zur individuellen Studienförderung unnütz und gehört endlich abgeschafft.

Während das BAföG seit Jahren unterfinanziert ist, verschwendet die Bundesregierung Millionen Euro für das Deutschlandstipendium. Die Studierenden brauchen endlich eine rechtssichere und bedarfsgerechte Studienfinanzierung – das kann nur das BAföG leisten und keine einseitige Elitenförderung.

Und wenn die Bundesregierung das finanzielle Engagement von Unternehmen und privaten Förderern unterstützen möchte, sollte sie den Spitzensteuersatz erhöhen und große Vermögen besteuern. Das Deutschlandstipendium ist bestenfalls eine Charity-Veranstaltung, aber doch keine ernsthafte Fördermöglichkeit.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE