Deutschland wird zum Niedriglohnland - Mit Mindestlöhnen gegen Lohndumping
Zu den Ergebnissen der Länderstudien zum Niedriglohn-Sektor erklärt Brigitte Pothmer, arbeitsmarktpolitische Sprecherin:
Rund 6,5 Millionen Geringverdiener mit steigender Tendenz sind eine erschreckende Bilanz. Auch die Tatsache, dass zwei Millionen Menschen weniger als fünf Euro pro Stunde verdienen, zeigt, dass Deutschland auf dem Weg zum Niedriglohnland ist. Bei unseren Nachbarn sorgen gesetzliche Lohnuntergrenzen für bessere Verhältnisse.
Auch hierzulande ist es überfällig, dass Mindestlöhne eingeführt werden, um dem Lohndumping einen Riegel vorzuschieben. Die Länderstudien sind ein erneuter Beweis dafür.
Wir werden in der kommenden Woche die Gesetzentwürfe des Arbeitsministers zum Arbeitnehmer-Entsendegesetz und zum Mindestarbeitsbedingungen-Gesetz im Bundestag zur Debatte stellen, um damit die Verschleppungsstrategie der Union aufzubrechen.
Darüber hinaus bedarf es auch einer gezielten Entlastung der unteren Einkommen bei den Sozialversicherungsbeiträgen. Hierzu haben wir mit dem Grünen-Progressivmodell einen Vorschlag unterbreitet.
Armut trotz Arbeit muss endlich der Vergangenheit angehören.
Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen
Weitere Details zur Studie: IAQ-Report
Startseite - Veroeffentlicht von: Einstein am: 19. April 2008 um 13:45 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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