Deutliche konzeptionelle und inhaltliche Kritik am Entwurf des fünften Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung

Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung: Paritätischer Wohlfahrtsverband weist in aktueller Stellungnahme auf Mängel und Versäumnisse hin

Deutliche konzeptionelle und inhaltliche Kritik am Entwurf des fünften Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung formuliert der Paritätische Wohlfahrtsverband in einer aktuellen Stellungnahme. Der Paritätische erneuert seine Forderung nach einer unabhängigen Armutsberichterstattung durch eine regierungsexterne Kommission.

Der 655-seitige Berichtsentwurf enthalte zwar durchaus richtige wie alarmierende Fakten, etwa Daten zur wachsenden sozialen Spaltung der Gesellschaft und dem kontinuierlichen Anstieg der Armutsquote, bleibe jedoch eine ehrliche Bewertung und konkrete Handlungsvorschläge schuldig, so die Analyse des Paritätischen. „Wir haben in Deutschland kein Erkenntnisdefizit und unter Fachleuten ist auch völlig klar, was zu tun wäre, wir haben jedoch ein politisches Handlungsdefizit“, so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes.

Der Paritätische kritisiert in seiner Stellungnahme unter anderem, dass der Bericht an keiner Stelle auf das Problem der „verdeckten Armut“ eingeht und die Perspektive von Armut betroffener Menschen nicht ausreichend berücksichtigt werde. Darüber hinaus werde insbesondere das aktuelle Ausmaß der Vermögensungleichheit in Deutschland nur völlig unzureichend abgebildet. Schließlich setze die Bundesregierung die schlechte Praxis der Vorgängerregierungen fort, wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Bericht zu tilgen, wenn sie politisch nicht opportun erscheinen, wie der Verband am Beispiel von Passagen zur politischen Repräsentation und Partizipation einkommensarmer Menschen dokumentiert, die aus früheren Berichtsentwürfen gestrichen wurden.

Die ausführliche Stellungnahme kann hier eingesehen werden: KLICK

Quelle: Presse PARITÄTISCHE Gesamtverband

5. Januar 2017

3 Kommentare

  1. Erarbeitet als Armuts- und ReichtumsBERICHT und diese Politverbrecher machen da eine Armuts- und ReichtumsLÜGE von….. aber das sind wir ja so gewohnt und es klappt ja IMMER wieder.
    Ich frage mich gerade was schlimmer ist, es mit solchen skrupellosen Verbrechern zu tun zu haben oder es mit einem solch himmelschreiend dummen Volk zu tun zu haben.

  2. Thomas Stütz

    6. Januar 2017 um 7:04

    Das traurige daran ist das die Betroffenen (Arme, Alte, Hartz IV Empfänger) weiterhin nicht ihr Wahlverhalten ändern werden und die, die an Ihrer Armut schuld sind (SPD/Grüne, CDU/CSU) weiterhin wählen werden.

    • “ betroffene “ wählen in der regel nicht . indirekt die “ täter “ wegen angeblich falschen wahlverhalten “ ihrer opfer “ auch noch unschuldig zuzusprechen . . . keine worte . wird man gezwungen “ dielinke “ oder “ afd “ zu wählen ? also eine pseudolinke partei mit vielen schönen ideen ( ohne mögliche umsetzbarkeit ) oder himmelblaue rattenfänger ohne jeglichen humanismus ? in dieser parlamentarischen diktatur haben finanziell abgehängte praktisch keine politische teilhabe – stand sogar im armutsbericht , bevor diese aussage auf wunsch der CDU gestrichen wurde wie die erwähnung , daß dieser umstand die angeblich vorhandene demokratie gefährdet .

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