Der 25-millionste Besucher bei den Körperwelten
In dieser Woche begrüßten Gunther von Hagens’ KÖRPERWELTEN ihren 25-millionsten Besucher in Los Angeles, in Milwaukee, in Baltimore oder im englischen Manchester. Diese Zahl markiert eine Sternstunde in der Geschichte der Museumsaustellungen.
Seit Gunther von Hagens im Jahre 1996 die ersten KÖRPERWELTEN im Tokio National Science Museum in Japan präsentierte, haben die inzwischen vier KÖRPERWELTEN -Ausstellungen bei Besuchern in 45 Städten in 11 Ländern einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Die KÖRPERWELTEN -Ausstellungen gelten inzwischen als neue Museumserfahrung und haben den platinierten Körper zu einem Bestandteil von Museumskultur zeitgenössischen Bewusstseins gemacht. Auch ist es der Ausstellung gelungen, unser Verständnis von Empfängnis und Tod zu verändern, indem sie die Besucher zu tiefem Nachdenken über religiöse und philosophische Fragen angeregt hat.
Jeff Rudolph, Präsident des California Science Center, Los Angeles, und selbst Körperspender: “Die Ausstellungen haben uns nicht nur mehr und anderes Publikum beschert … sondern auch unseren Ruf als Bildungseinrichtung im naturwissenschaftlichen Bereich gestärkt”.
Wissenschaftler aus den Vereinigten Staaten, die 70.000 Besucherkommentare auswerteten, schreiben 2007 im Journal of Medical Humanities*: “Die Ausstellung ist für viele Besucher, darunter Laien und solche mit medizinischem Fachwissen, in starkem Maße eine Art Meditationsraum, in dem sie zur Reflektion über ihre eigene persönliche und gesellschaftliche Identität, zu ihrer Beziehung zum Universum oder zu Gott sowie über Sinn und Zweck des Lebens angeregt werden … Die Gästebücher der Ausstellung spiegeln häufig die sozialen, politischen und ideologischen Streitfragen unserer Gesellschaft wider, werden so zu einer Art fortwährender Diskussion der besonders strittigen Punkte und bilden eine Art Mikrokosmos der kulturellen Grabenkämpfe, die derzeit in der Gesellschaft insgesamt ausgefochten werden.”
Gunther von Hagens, Grenzgänger und intellektueller Abenteurer der Art, wie sie die Menschheit manchmal braucht, der 2006 vom Museum of Science Industry in Chicago als ein “Leonardo da Vinci unserer Zeit” ausgezeichnet wurde, dienen die Ausstellungen menschlicher Selbsterkenntnis: “Das anatomische Interesse der Laien war bisher auf das Körperäußere beschränkt. Das darunter liegende Körperinnere war eher unbekannt und ängstigte, wenn es bei Herzinfarkt, Meniskusschaden und Darmkrebs versagte. Nach 25 Millionen Besuchern der KÖRPERWELTEN - Ausstellungen hat sich eine neue anatomische Wertschätzung des Körpers entwickelt und wurde zur Basis bewusster Gesundheitsvorsorge: Umfrageergebnisse belegen, dass 9% der Besucher nach dem Ausstellungsbesucher weniger oder nicht mehr Rauchen und 50% mehr Sport treiben. Damit hat die Ausstellung KÖRPERWELTEN Anatomie lebendig, weil massentauglich gemacht.”
Quelle: Pressestelle Institut für Plastination
Zurück zur Startseite - Veroeffentlicht von: Steinbock am: Sonntag, 18. Mai 2008 - Haftungsausschluss ![]() |
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