Dem Anstieg der Wohngeldempfänger energiepolitisch begegnen
Zu den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Anstieg der Wohngeldempfängerinnen und –empfänger erklärt Daniela Wagner, Sprecherin für Wohnungspolitik:
Die aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts zeigen deutlich, dass ein wachsender Bedarf besteht, einkommensschwache Haushalte bei ihren Wohnkosten zu unterstützen. Dieser Tatsache muss auch energiepolitisch begegnet werden, da die Heizkosten, welche Teil der Wohnkostenbelastungen sind, in den kommenden Jahren deutlich ansteigen werden. Die Bundesregierung verschärft durch die Streichung der Heizkostenkomponente im Wohngeld das Problem genau für diese Haushalte.
Die Streichung der Heizkostenkomponente ist sozial- und energiepolitisch mehr als fraglich. Zusätzlich werden 2011 zahlreiche Empfänger nicht mehr wohngeldberechtigt sein und auf Hartz IV ausweichen müssen. Damit verlagert die Bundesregierung einmal mehr die Kosten auf die Kommunen, die heute schon am Rande ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit arbeiten.
Nach den Berechnungen der Internationalen Energie Agentur (IEA) kann der hohe Ölbedarf von stark wachsenden Volkswirtschaften wie China durch die begrenzten Ölfördermöglichkeit nicht kompensiert werden. Die Folgen davon kann bereits heute jeder an seinen Energiekosten ablesen. Eine aktuelle Studie des Energiedienstleisters Techem weist eine durchschnittliche Kostenerhöhung von 910 Euro auf 1074 Euro im Jahr nach. Die Preise von Heizöl und Erdgas stiegen hiernach von 2008 bis 2009 um 11 Prozent. Deswegen muss die Heizkostenkomponente erhalten und perspektivisch so weiterentwickelt werden, dass für Mieter und Vermieter den Anreiz erhöht wird, energetisch sanierten Wohnraum nachzufragen und anzubieten.
Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Startseite - Veröffentlicht am: 17. Dezember 2010 um 14:00 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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