Deflation muss auch seitens der Bundesregierung bekämpft werden

„Die Bundesregierung darf nicht tatenlos zusehen, wie die Eurozone in der Deflation versinkt. Wir brauchen eine massive Stärkung der Binnennachfrage in Deutschland auch als Beitrag gegen die Deflation in der Eurozone. Leider hat sich die Bundesregierung erst jüngst auf eine schriftliche Frage von mir für die Preisentwicklung für gänzlich unzuständig erklärt. Das ist absolut unverantwortlich“, kommentiert Michael Schlecht die bestätigten Zahlen zur Preisentwicklung in der Eurozone, wonach die Preisentwicklung bei einem Minus von 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat liegt. Der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Die Europäische Zentralbank hat die Regierungen bereits aufgefordert, mehr für Investitionen und höhere Löhne zu tun. Das darf ruhig als Hilferuf verstanden werden. Die Europäische Zentralbank ist mit ihrem Latein am Ende und auf die Kooperation der Regierung angewiesen. Die Bundesregierung muss endlich handeln. Die Binnennachfrage muss vor allem durch die Wiederherstellung einer Ordnung in der Arbeitswelt und dadurch steigende Löhne erreicht werden. Die Stärkung der Durchsetzungsmacht der Gewerkschaften ist hierfür zentral. Dazu wären das Verbot des Missbrauchs von Leiharbeit und Werkverträgen sowie die Beschränkung von Befristungen auf wenige sachgrundbezogene Ausnahmen erste wichtige Schritte.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE