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DAV startet eigene TV-Show - Gerichtsshows im Fernsehen ohne Realitätsbezug

Berlin (DAV). Zahlreiche Sender strahlen so genannte Gerichts- oder Justizshows aus. Dabei werden Gerichtsverhandlungen mit Schauspielern dargestellt. Vor allem die Mandanten sind nicht echt. Daraus ergibt sich eine mangelhafte Qualität solcher Shows. Die dargestellten Themen gehen an der Wirklichkeit vorbei. Da zudem die Rolle der Anwältinnen und Anwälte unangemessen dargestellt wird, hat der Deutsche Anwaltverein (DAV) sich entschlossen, eine eigene „Anwalts-Show“ im Fernsehen und im Internet anzubieten.

„Es ist wichtig, der Bevölkerung ein realistisches Bild der Justiz und vor allem des Anwaltsberufs zu vermitteln“, so der Sprecher des DAV, Rechtsanwalt Swen Walentowski. Viele wüssten gar nicht, was Anwältinnen und Anwälte jeden Tag in ihren Kanzleien leisten würden. „Es geht darum, den spannenden Anwaltsalltag darzustellen“, betont Walentowski.

Vielen Fernsehzuschauern ist gar nicht bewusst, wie wichtig und interessant die Tätigkeit von Anwältinnen und Anwälten ist. Dies geht von

„Anwältinnen und Anwälte haben erkannt, wie wichtig die mediale Begleitung eines Verfahrens ist“, so Walentowski weiter. Daher seien aus Gründen der „Litigation-PR“ auch Mandanten gern bereit, für diese Shows ihre Fälle und Probleme der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen und selbst aufzutreten. Eine Änderung der gesetzlichen Regeln zur Schweigepflicht der Anwälte soll der Bundestag demnächst verabschieden.

Die Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, die „Anwalts-Show“ nicht nur im Fernsehen, sondern auch als Livestream unter www.uns-koennen-sie-vertrauen.de zu verfolgen und auch Fragen zu stellen.

Für die Anwältinnen und Anwälte, die an der Sendung mitwirken wollen, wird es beim Deutschen Anwaltstag in Aachen im Rahmen des Begrüßungsabends am 13. Mai 2010 ein Casting geben. Bewertet werden die Kandidaten von einer hochrangig besetzten Jury, zu der auch der DAV-Präsident, Rechtsanwalt Prof. Dr. Wolfgang Ewer, gehört. Gerüchte, dass die Sendung „Lenßen & Partner“ auf Sat1 künftig durch die Show „Ewer & Partner“ ersetzt werde, wies Walentowski als Spekulation zurück.

Quelle: Presse Deutscher Anwaltverein - DAV

Startseite - Veröffentlicht am: 1. April 2010 um 9:00 Uhr - Haftungsausschluss     Sie möchten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

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2 Kommentare / Fragen

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1. ... Kommentar von wühlmaus am Donnerstag, 1.4.2010.

Auf die Realitätsnähe bin ich aber gespannt. Bevor ich zum ersten Mal Zeuge bei einer Verkehrsrechtssache war, dachte ich wirklich, die Gerichte wären ernsthaft daran interessiert, die Wahrheit herauszufinden. Ich wurde von der Realität eines Besseren belehrt: Es gewinnt nicht unbedingt der, der Recht hat, sondern der, der den besseren Anwalt hat.


2. ... Kommentar von u25 am Donnerstag, 1.4.2010.

dem Führen eines Fristenbuches -wird von Rechtsanwaltsfachangestellten erledigt
dem Schreiben von Rechnungen - und dem Inkasso hierzu -Tätigkeit der RaFa, lediglich die Unterschrift, selten Kontrolle, leistet der Anwalt
der Erteilung von telefonischen Auskünften -nur äußerst selten, in den meisten Fällen wird der Mandant im Auftrag des Anwaltes von RaFa abgewimmelt (sie muss also lügen)
Das Fristenbuch ist für den Anwalt so wichtig, weil er Termine wie Einsprüche, Berufungen, Revisionen u. s. w. bis zum Letzten hinaus schiebt. Die gute Seele mit der meisten Arbeit ist die RaFa.
So wird auch diese “Anwalts-Show” sehr weit weg von der Realität sein. Eben nur eine Show. Das einzigst interessante dürfte das Arbeitsessen mit Mandanten sein, welches dann auch noch von der Steuer abgesetzt werden darf.


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