Das Problem sind der Förderalismus und die Eigenbrödelei von 16 verschiedenen Ministern
Peter Sinram, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), zu den von Bundesbildungsministerin Schavan angekündigten zusätzlichen sechs Milliarden Euro für die Bildung:
“Ich glaube kein Wort. Wir hatten gerade den Bildungsgipfel. Frau Merkel ist vorher durch die Lande gereist und hat sich schön fotografieren lassen. Und als es zum Schwur kam, als es darum ging, was rücken denn die Länder mehr raus, hat man sie abblitzen lassen. Und Frau Schavan hat eigentlich auch keine Kompetenz. Das Problem hierzulande ist ja, dass der Förderalismus und die Eigenständigkeit und die Eigenbrödelei von 16 verschiedenen Ministern viele, viele Reformen verhindert. Und dann scheitert es immer - das sehen wir ja gerade in Berlin - angeblich an den leeren Kassen der Bundesländer.”
Weiter:
“Also alles was von diesen Ankündigungen kommt, dass ist erst dann zu glauben, wenn es wirklich da ist - wenn die Lehrer da sind, wenn die Ganztagsschulen da sind, wenn irgendetwas wirklich unten angekommen ist.”
Zum bundesweiten Schülerstreik:
“Wir finden das toll, dass die jungen Leute selbst etwas tun, dass sie sich nicht auf irgendwelche Versprechungen verlassen, sondern selbst auf die Straße gehen und auf die Misere hinweisen.”
Kontext:
Schülervertretungen in ganz Deutschland haben zu Unterrichtsboykotts und Protesten gegen eine verfehlte Bildungspolitik aufgerufen. Nach Angaben der Organisatoren vom Aktionsbündnis “Bildungsblockaden einreißen!” sind in rund 30 Städten Proteste geplant. Sie fordern einen freien, kostenlosen und gleichberechtigten Zugang zu Bildung, kleinere Klassen und mehr Lehrer.
Quelle: N-TV
Startseite - Veröffentlicht am: 12. November 2008 um 9:17 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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