Das Land soll Verhütung für Hartz IV Empfängerinnen zahlen
Wie die Saarbrücker Zeitung berichtete, können immer weniger Arbeitslosengeld II-Empfängerinnen ihre Verhütungsmittel selbst bezahlen. Die Folge: Es kommt vermehrt zu ungewollten Schwangerschaften.
“Geht man den Ursachen von Kindesmisshandlungen und Kindesvernachlässigung nach,”, so die familienpolitische Sprecherin der saarländischen Linkspartei Christa Müller, “stellt man fest, dass in einer ganzen Reihe von Fällen die Kinder nicht erwünscht waren und in eine schwierige soziale Situation hineingeboren wurden.” Auch deshalb fordert DIE LINKE Saar die Landesregierung auf, die Kosten der Verhütung für “Hartz IV”-Empfängerinnen im Saarland zu übernehmen und sich im Bundesrat für eine einheitliche gesamtdeutsche Lösung einzusetzen.”
Soweit die Pressemeldung der Linken Saar
„Wie sie leben von Hartz IV und gönnen sich Sex, anstatt sich um Arbeit zu bemühen“?
Kommentar von Claude Michael Jung
Für Christa Müller ist Verhütung also immer noch Frauensache und gerade Hartz IV Empfängerinnen sind besonders gefährdet ihre „ungewollten“ Kinder zu misshandeln. Ein Generalverdacht und der völlig falsche Ansatz das Problem zu lösen. Es geht wieder einmal darum an den Symptomen der Volkskrankheit Armut herumzudoktern anstatt an die Wurzeln des Übels zu gehen. Ab wann ist man eigentlich Frau und im gebärfähigen Alter? Das genau werden die Betroffenen der Bürokratie nachweisen müssen um an das Geld für die Verhütungsmittel zu kommen. Zu den Zumutungen durch Hartz IV kommt nach dem Willen von Christa Müller noch die Peinlichkeit hinzu, Geld für Verhütungsmittel vor welcher Behörde auch immer zu erbetteln.
Immer wieder kommen aus der Linken Ideen, an Hartz IV herum zu doktern und alle tragen die Überschrift „Schöner arm sein“. Es geht aber nicht darum schöner arm zu sein. Auch die Forderungen nach dem Wundermittel Sozialpass bestätigen immer wieder, dass die Linke eher bereit ist Armut anzuerkennen als die Beseitigung des Problems tatsächlich anzugehen. Der Sozialpass wie ihn die Linke fordert, birgt in sich wohl einige Vorteile, aber auch den Nachteil, sich vor jeden Kinokartenknipser, jedem Straßenbahnschaffner, jedem Museumswächter und an jeder Schwimmbadkasse als „arme Sau“ ausweisen zu müssen. Der Sozialpass, ein „Ausweis“ für Arme also.
Linke Sozial und Familienpolitik muss ein Garant für die Armutsbeseitigung sein. Gegen Hartz IV hilft keine Gesundbeterei und kein weiterer Ausbau des Bürokratius, dessen Willkür die Betroffenen bereits zur Genüge ausgesetzt sind. Christa Müller und die anderen sozialpolitischen Flickschuster müssen sich die Frage gefallen lassen, ob sie bereit sind für eine Liaison mit den Machern von Hartz IV, den sogenannten Sozialdemokraten ,Armut und Verelendung ganzer Bevölkerungsteile anzuerkennen. Geld für Verhütungsmittel bereit zu stellen und einen Sozialpass einzuführen ist überflüssig. Die Armut muss beseitigt werden, darin und nur darin liegt die Lösung!
Quelle: Saarkurier
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