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Das Kindergeld neu denken!

Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG begrüßt SPD-Forderung nach fairem Kindergeld

Der SPD-Parteivorstand hat ein Konzept für ein „neues, faires Kindergeld“ entwickelt. Danach sollen Kindergeld und Kinderzuschlag zu einer Leistung verschmelzen und einkommensabhängig ausbezahlt werden. Zugleich soll die steuerliche Entlastungswirkung der Kinderfreibeträge begrenzt werden. Das Kindergeld-Konzept ist Teil des umfassenden familienpolitischen Leitantrags „Familienland Deutschland“, der im Dezember beim SPD-Bundesparteitag zur Abstimmung kommt.

„Unser Ziel ist, dass alle Kinder unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und damit von den finanziellen Möglichkeiten ihrer Eltern, eine Chance auf gesellschaftliche Teilhabe erhalten“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler. Mit ihrem neuen Konzept greift die SPD viele Impulse auf, die Wohlfahrts- und Familienverbände im familienpolitischen Beirat der „Zukunftswerkstatt Familie“ eingebracht hatten. „Das neue Kindergeld der SPD ist ein wichtiger Schritt hin zu einer allgemeinen Kindergrundsicherung, wie unser Bündnis sie fordert. Damit wird nun endlich der intransparente und sozial ungerechte Familienlastenausgleich vom Kopf auf die Füße gestellt“, stellt ZFF-Vorsitzende Christiane Reckmann fest. Auch wenn die Volkspartei eine allgemeine Kindergrundsicherung in Höhe von 502 Euro pro Monat und Kind – wohl auch wegen der hohen Kosten – aktuell nicht für umsetzbar hält, so weist doch das „neue, faire Kindergeld“ in die richtige Richtung.

Zwar gibt es noch einige offene Punkte, weiß Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes: „Das SPD-Kindergeld holt arme Kinder nicht aus dem SGB-II-Bezug heraus, so wie es unsere Kindergrundsicherung täte. Auch müssen im neuen Konzept dringend Abbruchkanten beim Anstieg des Familieneinkommens vermieden werden.“ Aber es wird davon Abstand genommen, dass staatliche Leistungen für Kinder „nach oben veredelt und nach unten verelendet werden“, so heißt es im SPD-Papier. „Insgesamt wird die Familienförderung daher neu gedacht, das ist für uns ein wichtiges politisches Signal!“ findet Heinz Hilgers abschließend.

Im Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG fordern neun Verbände und neun Wissenschaftler/innen schon lange einen Paradigmenwechsel bei der Familienförderung (www.kinderarmut-hat-folgen.de). Solange der kostenlose Zugang zu Bildung und Betreuung nicht endlich durchgesetzt wird, sondern die Gebühren und Zuzahlungen von der Krippe bis zur Uni ständig steigen, fordert das Bündnis eine Kindergrundsicherung für alle Kinder von 502 Euro im Monat. Die neue Leistung soll viele der bisherigen Förderungen ersetzen und der Besteuerung unterliegen.

Quelle: Zukunftsforum Familie e.V.

Startseite - Veröffentlicht am: 29. September 2011 um 9:00 Uhr - Haftungsausschluss     Sie möchten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

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4 Kommentare / Fragen

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1. ... Kommentar von erika am Donnerstag, 29.9.2011.

Und wer schaut dann wieder dumm aus der Wäsche weil man Aufstocker ist und das Geld komplett angerechnet bekommt ?
Haben die Herrschaften sich mal darüber Gedanken gemacht ? Nein.


2. ... Kommentar von kalki am Donnerstag, 29.9.2011.

Entwickeln wir doch erstmal ein grundsätzlich ein anderes entlohnungsystem in dieser gesellschaft ,das auch denen ein auskommen mit dem einkommen gibt , die heute dahinfristen mit den paar kröten auf der hand.. stellen wir dochmal den mensch wieder in den mittelpunkt der gesellschaft und nicht den markt..der markt taugt nix wenn er nicht gesellschaftskonform ist. Ohne einem grundsätzlich anderem denkansatz wird auch die neue kindergelddebatte reiner mumpitz sein.


3. ... Kommentar von Taram am Donnerstag, 29.9.2011.

Der Beitrag von Kalki = auch meine Meinung


4. ... Kommentar von Obeliks01 am Donnerstag, 29.9.2011.

Auch ich ´kann den beiden Vorrednern nur zustimmen

Der Kleine Malocher der die “Wirtschaft” wirklich erwirtschaftet bleibt wieder auf der Strecke


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