Zu den Ankündigungen der CDU-Arbeitnehmergruppe, die Zeitarbeit besser zu regulieren, erklärt Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für Arbeitnehmerrechte:
Die Ankündigungen von CDU-Mann Weiß sind blanker Hohn für die Branche, denn ändern wird sich dadurch nichts. Hier wird Aktivismus verstreut, der keine Verbesserung für die Zeitarbeitskräfte bringt.
Den Grundsatz “gleicher Lohn für gleiche Arbeit” erst nach zwölf Monaten einzuführen, ist nicht nachzuvollziehen und bringt auch keine Verbesserungen, denn die Verweildauer von Zeitarbeitskräften liegt weit unter einem Jahr. Es ist auch nicht akzeptabel, dass eine maximale Abweichung vom Grundsatz “gleicher Lohn für gleiche Arbeit” festgelegt werden soll. Der Gleichbehandlungsgrundsatz muss ohne Wenn und Aber auch in der Zeitarbeitsbranche gelten. Darüber hinaus fordern wir einen Bonus von 10 Prozent auf Grund der extremen Flexibilisierungsanforderungen an Zeitarbeitskräfte.
Bezeichnend ist auch, dass die Union kein Wort über die konzerninterne Arbeitnehmerüberlassung verliert, obwohl dies Kern der Debatte um den Missbrauch in der Zeitarbeitsbranche war. Ein Verbot der konzerninternen Arbeitnehmerüberlassung ist das Mindeste, was wir von der CDU erwarten, damit die Substitution von Stammbelegschaften endlich ein Ende hat. Darüber hinaus soll das Synchronisationsverbot wieder eingeführt werden. In verleihfreien Zeiten muss ein Mindestlohn eingeführt, als allgemeinverbindlich erklärt und in das Arbeitnehmerentsendegesetz aufgenommen werden. Bei der Zeitarbeit ist heiße Luft fehl am Platz, es müssen endlich Taten folgen.
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1. ... Kommentar von Britwei28
am Sonntag, 21.2.2010.
So ist es halt immer. Durch ihre Erpressbarkeit von Seiten der Arbeitgeber, die dann konkret mit Abwanderung drohen, müssen sie die Leiharbeit verteidigen.
Ich kenne in meinem Bekanntenkreis keinen, der von irgendeiner Firma übernommen worden ist, obwohl es bei der Einstellung in Aussicht gestellt wurde! Da werden nur diese Leiharbeitsfirmen subventioniert und der Arbeitgeber der Firma, wo man arbeitet, entlastet. Dabei kann man diese ohne weiteres zu Strafzahlungen verpflichten, wenn sie ihre Drohung umsetzen wollten!
Leider wurde in den letzten Jahren nichts unternommen, um dieser Sauerei entgegenzutreten. Nein, man hat dem Lohndumping nur die Tür noch weiter aufgemacht!
Eine Hand wäscht die andere, nicht wahr!
Ein Arbeitgeber, der einen Zeitarbeiter beschäftigt, muss diesen der Zeitarbeitsfirma für viel Geld “abkaufen”, wenn er ihn festeinstellen möchte. Die Zeitarbeitsfirmen haben sich hier vertraglich gut abgesichert. Ich habe einmal selbst bei einer Firma als Leiharbeiter gearbeitet und wollte dort gerne in einen anderen Bereich wechseln (natürlich festangestellt) - der Chef hat mir unverblühmt gesagt, dass selbst wenn ich von mir aus bei der Zeitarbeitsfirma kündige, er mich nicht einfach so einstellen kann, da er ansonsten bei der Zeitarbeitsfirma eine Vertragsstrafe zahlen muss, falls diese Wind davon bekommen.
Dazu sind Firmen wenn nur bereit, wenn es sich hier um eine Fachkraft handelt, die von der Firma auf Dauer dringend gebraucht wird.
Von daher ist Essig mit der immer wieder in Aussicht gestellten Übernahme. Das ist nur die Möhre, die die Zeitarbeitsfirmen dem “Esel” mit der Stange vor sein Maul hält und die er nie erreichen wird.
3. ... Kommentar von Korbacherjunge
am Sonntag, 21.2.2010.
Zeitarbeitskräfte sollten gleichen Lohn wie Stamarbeiter erhalten, alles andere ist Ungerecht das sollten alle so sehen.
4. ... Kommentar von joachim grehl
am Montag, 22.2.2010.
solange auch nur ein wirtschaftboss oder dessen lobbyist bei der tarifgestaltung mitreden kann und die gewerkschaften kein echtes interesse an der lage der zeitarbeiter zeigen wird sich hier in deutschland nichts ändern.
schaut mal im tarifvertrag von zeitarbeitsfirmen nach wer da für den dumpinglohn verantwortlich ist und ihr werdet staunen.
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