Das Sozialtickerportal

Freitag, der 04. Juli 2008 Tip  Ihre Pressemitteilung / News einreichen   English  English flag    French  French flag

 

Bundesregierung prognostiziert langfristiges Wirtschaftswachstum

Berlin: (hib/BES) Die Bundesregierung rechnet mit einer Fortsetzung des wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland: Für das Jahr 2008 ist demnach ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von real 2,4 Prozent zu erwarten. Als Grundlagen für diese Annahme nennt die Regierung in ihrer Unterrichtung (16/6001) zum Finanzplan des Bundes 2007 bis 2011 etwa günstige internationale Rahmenbedingungen. So bleibe die weltwirtschaftliche Dynamik voraussichtlich stark. Davon profitierten ganz besonders deutsche Unternehmen aufgrund ihrer hohen preislichen Wettbewerbsfähigkeit und ihres Gütersortiments. Außerdem verbessern sich den Angaben zufolge die Absatzperspektiven im Inland. Das Preisniveau bleibe stabil. Als positiv schätzt die Bundesregierung auch die Beschäftigungsaussichten ein. Sie rechnet damit, dass sich die Zahl der Arbeitslosen 2008 nochmals um rund 270.000 auf 3,47 Millionen Personen verringern wird. Bei der Erwerbstätigkeit werde eine Zunahme von 310.000 Personen erwartet. Das Wirtschaftswachstum dürfte laut Unterrichtung auch in der mittleren und längeren Frist von den günstigen makroökonomischen Rahmenbedingungen profitieren. Für den Zeitraum 2007 bis 2011 erwartet die Bundesregierung einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um real 1,75 Prozent pro Jahr, einen Anstieg des gesamtwirtschaftlichen Preisniveaus um knapp 1,5 Prozent jährlich und eine Zunahme der Zahl der Beschäftigten um rund 0,5 Prozent pro Jahr. Der Anteil des Außenbeitrags von rund 6,5 Prozent am nominalen BIP wird ebenfalls prognostiziert. Im Gegensatz zu den Jahren zuvor würden die stärksten Wachstumsimpulse von der Binnennachfrage ausgehen. Die Eckwerte des Bundeshaushalts 2008 und der Finanzplan bis 2011 belegen aus Sicht der Bundesregierung, dass der mittelfristig angelegte Konsolidierungskurs eine neue Qualität erreicht. So werde die Nettokreditaufnahme kontinuierlich zurückgehen und mit dem Haushaltsjahr 2011 würden keine neuen Schulden aufgenommen. 2010 rechnet die Bundesregierung mit einem Ausgleich des gesamtstaatlichen strukturellen Finanzierungssaldos. In der Unterrichtung wird außerdem der Bundeshaushalt 2008 nach Einzelplänen vorgestellt. Der Regierungsentwurf sieht für das kommende Jahr Ausgaben in Höhe von 283,2 Milliarden Euro vor. Dies seien 4,7 Prozent mehr als im Haushalt 2007 vorgesehen seien. Diesen Zuwachs begründet die Bundesregierung mit neuen politischen Schwerpunkten. Dafür seien insgesamt mehr als 2 Milliarden Euro bereitgestellt. Sie sollen vor allem in den Bereichen innere und äußere Sicherheit, für Entwicklungshilfe und für Forschung und Bildung ausgegeben werden. Außerdem wird der Ausgabenanstieg mit Sonder- und Einmaleffekten begründet, darunter Zahlungsverpflichtungen des Bundes für die Postbeamtenversorgungskasse in Höhe von 6,1 Milliarden Euro und Ausgaben für “die Überschneidung von bisherigem Erziehungsgeld und neuem Elterngeld” von 970 Millionen Euro. Ohne diese Sonder- und Einmaleffekte ergebe sich eine Steigerung der Ausgaben von “nur 1,9 Prozent”.

Quelle: Pressedienst des Deutschen Bundestages

Zurück zur Startseite - Veroeffentlicht von: Einstein   am: Dienstag, 28. August 2007 - Haftungsausschluss     Sie moechten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

Aktuelle weitere Meldungen:


Anzeige


 

Webseiteninfo: Der Sozialticker e.V. | Impressum | Haftungsausschluss | Datenschutzerklärung | Nutzungsbedingungen | Kontakt

Service: Vororthilfe Datenbank | Nachrichten als RSS XML | Presseticker

Valid Valid Valid