Bundesregierung muss Kinderarmut endlich wirksam bekämpfen

„Kinderarmut ist immer mit der Einkommensarmut der Eltern verbunden. Die Initiative, erwerbslose Eltern mehr und besser zu unterstützen, ist zu begrüßen. Die Bundesregierung darf hier nicht weiter untätig sein“, erklärt Sabine Zimmermann mit Blick auf den vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) vorgelegten Aktionsplan zur Reduzierung von Kinderarmut. Die stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Die Vorschläge von DGB und BDA für eine bessere Unterstützung und Arbeitsförderung können ein erster Schritt sein. DIE LINKE verfolgt einen mehrdimensionalen Ansatz zur Reduzierung von Kinderarmut. Neben einer guten Kinderbetreuung braucht es eine familienfreundliche Arbeitswelt, eine wirkliche Förderung erwerbsloser Eltern, einen armutsfesten gesetzlichen Mindestlohn, einen öffentlichen Beschäftigungssektor, der reguläre Beschäftigungsverhältnisse bei voller Sozialversicherungspflicht beinhaltet, sowie eine armutsüberwindende Kindergrundsicherung mit vielfältigen Angeboten an die Familien.

Vergessen werden darf dabei nicht, dass das Hartz IV-System mit seinen Sanktionen und zu niedrigen Regelsätzen die Betroffenen oft entmutigt. Auch hier müssen die Weichen anders gestellt werden. Die Sanktionen müssen weg, Erwerbslose brauchen mehr Rechte, und die Regelsätze müssen auf 500 Euro steigen.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE

2 Gedanken zu „Bundesregierung muss Kinderarmut endlich wirksam bekämpfen“

  1. so wird in deutschland gegen armut und für die integration gekämpft:

    N-TV.de

    das beste an diesem text ist der ausspruch des DGB:
    “ . . . sprach sich umgehend gegen diesen Vorschlag aus. . . . Einzelne Beschäftigungsgruppen vom Mindestlohn auszunehmen und das als Beitrag zur Integration zu bezeichnen sei „reiner Zynismus“. . . .“

    . . . oder auch die SPD:
    “ . . . lehnt eine Beschäftigung von Flüchtlingen für weniger als den gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro ab. Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, Katja Mast, sagte: „Wir wollen keine Arbeitnehmer erster und zweiter Klasse. Wir wollen Lohndumping verhindern.“ . . . “

    habe mit beiden organisationen mal gesprochen . unter der hand ( “ privat “ ) gab es nette antworten , doch offiziell wurden/werden alle angewiesen , sich nicht zu äußern . laut SPD sind diese nicht schuld an den ausnahmen beim mindestlohn , sondern schieben die schuld an die CDU . es wird behauptet alles mögliche getan zu haben und doch mußten diese sich leider den forderungen der CDU beugen . im endeffekt bücken sich fast sämtliche parteien für die forderungen unmenschlich handelnder arbeitgeber .

  2. Zitat:
    ….im endeffekt bücken sich fast sämtliche parteien für die forderungen unmenschlich handelnder arbeitgeber .

    Und das wird auch so bleiben, ist bequemer und man hat ja später einen sicheren Posten.

Kommentare sind geschlossen.