Bundesregierung füttert Profithunger großer Agrarkonzerne

„Statt den Hunger der Ärmsten im Globalen Süden zu bekämpfen, bedient die deutsche Entwicklungszusammenarbeit nur die Profitinteressen großer Agrarkonzerne“, kommentiert Niema Movassat, Sprecher für Welternährung der Fraktion Die LINKE, die Ergebnisse der heute veröffentlichten Oxfam-Studie „Böcke zu Gärtnern“. Movassat weiter:

„In den letzten Jahren setzt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zunehmend auf öffentlich-private Partnerschaften (PPP) mit großen Agrarkonzernen. Diese Projekte gehen jedoch in die völlig falsche Richtung. Sie setzen auf den Ausbau der industriellen Landwirtschaft mit jeder Menge Pestiziden, chemischen Düngemitteln und lizensiertem Industriesaatgut. Für Bayer, BASF und Co. ist es traumhaft, sich mit staatlicher Hilfe Nachfrage schaffen und Absatzmärkte erweitern zu können.

Darunter leidet nicht nur die Natur, sondern auch die Menschen. Das einzige, was diese Projekte stärken, ist die Abhängigkeit der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern von großen Konzernen. Damit muss endlich Schluss sein.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE