Der Bundesrat fordert eine artgerechtere Haltung von Junghennen und Masthühner-Elterntieren. Die Länderkammer hat hierzu am 4. November 2016 einen Verordnungsantrag zur Änderung der Tierschutz-Nutztierverordnung beschlossen. Damit soll eine einheitliche und verhaltensgerechte Unterbringung und Pflege der Tiere sichergestellt werden. Die bislang geltenden Bestimmungen seien zu allgemein und würden den wissenschaftlich belegten Anforderungen an eine artgerechte Haltung nicht gerecht, heißt es in der Begründung der Initiative.

Genaue Regelungen für Jung und Alt

Die Änderungsverordnung bestimmt eine Reihe detaillierter Mindestanforderungen für die Haltung von Jungtieren, beispielsweise für das Futter- und Wasserangebot, das Stallklima oder die Betreuung von Junghennen. Außerdem nimmt sie die Masthühner-Elterntiere in den Geltungsbereich der Tierschutz-Nutztierverordnung auf und bestimmt auch für sie zahlreiche Bedingungen für eine artgerechte Haltung, die damit zur Pflicht wird.

Weiteres Verfahren

Der Verordnungsantrag wird nun an die Bundesregierung weitergeleitet, die über deren Erlass entscheidet. Fristen für diese Entscheidung gibt es nicht.

Quelle: Plenarsitzung des Bundesrates am 04.11.2016

Anmerkung Sozialticker … Vorschlag Gesetzestext:

„Ein im Antragsverfahren befindlicher Tierhalter muss/kann glaubhaft machen, dass eine artgerechte Unterbringung seiner ihm anvertrauten Tiere stets gegeben ist, indem dieser mind. ein halbes Jahr unter gleichen Bedingungen zu leben hat. Der Nachweis dieser halbjährigen Lebenserfahrung dient dann als Grundlage zur Haltererteilung“.

Mal schauen, wer sich in diese Gitterbuchten rein setzt, oder aber sich doch lieber im Schaukelstuhl auf einer grünen Wiese sieht, bei glücklichen Kühen auf blühenden Landschaften. Ratzfatz, wären solche kaugummiartigen Diskussionen über Jahre hinweg vom Tisch. Aber wir leben ja in Deutschland … da ist der Krümungswinkel von Gurken nun mal wichtiger – vom Geld ganz zu schweigen. Wie verlogen diese gesamte Branche bis hin zur Gesetzesgebung ist, zeigt PETA zu oft in ihren Veröffentlichungen.

Wenn man nun noch dazu rechnet, wie viel Fleisch täglich in die Mülltonne wandert und wir inzwischen das Jahr 2016 schreiben, dann sollte glatt die Daseinsberechtigung eines Bundesrates gleichfalls dahin wandern, denn der eklatante Missstand zeigt deutlichst auf, dass bisher nur die Lobby erfolgreich regiert. Die Entfristung beweist dabei die These.

6. November 2016