(…) Auszug aus Artikel von Egon W. Kreutzer

Eine Strafverschärfung ins Gesetzbuch zu schreiben kostet ja nichts.

Einbrüche polizeilich aufzuklären, die Täter aufzuspüren, Anklage zu erheben, einen Gerichtstermin anzusetzen und tatsächlich eine lange Gefängnisstrafe zu verhängen ist hingegen sehr, sehr teuer. Bei grober Abschätzung dürften da durchschnittlich anfallen:

Fünf bis sechs Manntage Polizei – niedere Dienstgrade, Tagessatz 500 Euro = 2.500 Euro
ein halber Manntag Staatsanwaltschaft einschl. Sekretariat etc., Tagessatz 1.500 Euro = 750 Euro
ein halber Manntag am Gericht, Tagessatz 1.500 Euro = 750 Euro
180 Tage Unterkunft,Verpflegung und Bewachung im Knast. Tagessatz 150 Euro = 27.000 Euro
In Summe pro Einbruch = 31.000 Euro

Das scheint schon eine sehr große Zahl zu sein. Doch richtig groß wird sie erst, wenn man sie mit der Zahl der Wohnungseinbrüche multipliziert. 152.000 Einbrüche aufzuklären, anzuklagen, zu verurteilen und Haftstrafen zu vollstrecken, das ist teuer.

Hat Ihr Taschenrechner ausreichend viele Stellen in der Anzeige? Nein?

Hier das Ergebnis:

4,7 Milliarden

jährlich.

Vollständiger Artikel und Quelle: Egon W. Kreutzer

29. November 2016