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Donnerstag, der 04. Dezember 2008 Tip  Ihre Pressemitteilung / News einreichen   English  English flag    French  French flag

 

Bundeskanzlerin verkauft armen Kindern Mogelpackungen

Als reine Mogelpackungen hat das Erwerbslosen Forum Deutschland die Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bezeichnet, armen Familien mehr Unterstützung zukommen zulassen. Merkel verwies am Samstag in ihrem Video-Podcast auf das geplante Schulbedarfspaket von 100 Euro, das Kinder aus Hartz IV-Familien bis zur zehnten Klasse jeweils zu Schuljahresbeginn bekommen sollen.

“Wir wollen nicht, dass Eltern aus wirtschaftlichen Gründen an der Bildung ihrer Kinder sparen müssen”, so die CDU-Chefin.

Ebenso freue sie sich, dass die Leistungen für Familien ab dem 1. Januar 2009 verbessert würden. So wird das Kindergeld um zehn Euro für das erste und zweite Kind und um 16 Euro ab dem dritten Kind erhöht. Außerdem steigt der Kinderfreibetrag um knapp 200 auf 6.000 Euro pro Jahr.

Dazu sagte der Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland:

“Die Bundeskanzlerin verkauft Kindern aus armen Familien Mogelpackungen, die sie kein Stück weiter aus ihrer sozialen Misere herausbringen. Was hat ein Kind aus einem Hartz IV-Haushalt von einer Kindergelderhöhung, wenn es gleichzeitig wieder in voller Höhe vom Regelsatz abgezogen wird. Kinder und Eltern müssen sich regelrecht verschaukelt vorkommen, denn der Hungerregelsatz bleibt bei den Kindern gleich. Ebenso verhält es sich mit dem Schulbedarfspaket. Dieses und auch der entwicklungsbedingte erhöhte Wachstumsbedarf wurde mit Einführung von Hartz IV 2005 vorsätzlich gestrichen und man behauptete auch noch, die Schulkosten wären im Regelsatz enthalten.

Wir fordern die Bundeskanzlerin auf, wieder für alle Schüler aus Hartz IV-Haushalten die vollen Schulkosten zu übernehmen. Ebenso muss die Kürzung des erhöhten entwicklungsbedingten Wachstumsbedarf bei Schulkindern und bei Heranwachsenden noch vor der Bundestagswahl zurückgenommen werden.”

Berechnungen des Erwerbslosen Forum Deutschland haben ergeben, dass im Regelsatz bei Kindern zwischen 7 und 14 Jahren nur bei Nahrung und Getränke eine monatliche Unterdeckung von 85,34 Euro vorliegt und bei Heranwachsenden eine monatliche Unterdeckung von 123,94 Euro. Grund dafür ist der wachstumsbedingte erhöhte Ernährungsbedarf bei diesen Altersgruppen. In der Bundessozialhilfe vor 2005 wurde dies berücksichtigt. Ebenso gibt es keine Position für Bildung und 100 Euro würden bei weitem nicht ausreichen. Für den Besuch einer höheren Schule würde das angekündigte Schulbedarfspaket völlig unzureichend sein.

Quelle: Presse Erwerbslosen Forum Deutschland

Startseite - Veroeffentlicht von: Sozialticker   am: 12. Oktober 2008 um 6:22 Uhr - Haftungsausschluss     Sie moechten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

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2 Kommentare / Fragen

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1. ... Kommentar von Armin Willutzki am Sonntag, 12.10.2008.

Frau Merkel —Sie diskriminieren alle Kinder die in der Hartz IV Falle sitzen.Schulbedarf fällt monatlich an und ist nicht vom Regelsatz abgedeckt.Kindergeld wird als Einkommen angerechnet,Hartz IV Kinder finanzieren somit einen Teil der Kindergelderhöhung .Sie helfen diesen Kindern nicht —-Sie ,Frau Merkel und auch ,Sie ,Frau von der Leyen verhöhnen unsere Kinder.


2. ... Kommentar von Steinbock am Sonntag, 12.10.2008.

… dass sich diese Frau überhaupt noch früh im Spiegel betrachten kann ist mir echt ein Rätzel. Eine solche Ignoranz an den Tag zu legen ist schon Bemerkens- und bewundernswert. Man möchte einfach nicht über das Faktum einer Benachteiligung von Hartz IV Familien diskutieren und schon gar keine Änderungen herbeiführen. Es beginnt mit bewusst vergessenen Regelsatzbedarfen und …. und endet in der vollen Anrechnung von Steuerentlastungen bei Familien mit Kindern. Man grenzt sozusagen eine gesamte Bevölkerungsschicht diskriminierend aus und verhöhnt diese auch noch.

Frau Merkel, Sie und der gesamte Hammelhopserclan sollten eigentlich vom Volke fristlos entlassen werden, denn das Volk verkörpern nicht Sie !!!

bundeskanzlerin-merkel-kennt-eigene-hartz-iv-gesetze-nicht


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