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Bundesfamilienministerin von der Leyen und Arbeitgeberpräsident Dr. Hundt: Gemeinsam Ursachen für Lohnunterschiede angehen

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) diskutieren über Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen

Unter dem Motto “Ursachen für Lohnunterschiede angehen” veranstalten das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände am heutigen Dienstag in Berlin eine gemeinsame Tagung. Dabei wollen sie den genauen Ursachen für die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen auf den Grund gehen.

“Gemeinsam müssen wir konsequent weiter daran arbeiten, die Lohnlücke zu schließen”, sagt Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. “Der Schlüssel dazu ist eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Für viele Frauen in Deutschland ist es immer noch schwierig, Kinder und Karriere unter einen Hut zu bringen. Deshalb werden wir im Rahmen der Tagung gemeinsam mit der BDA darüber diskutieren, wie wir Frauen den Karriereweg mit Kind erleichtern können.”

“Die Wirtschaft benötigt zunehmend qualifizierte Frauen”, sagt BDA-Präsident Dieter Hundt. “Wir haben heute die bestausgebildete Generation junger Frauen. Sie müssen die Chance haben, ihr Potenzial unter Beweis zu stellen. Das erfordert vor allem eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die ein wichtiges Anliegen der Wirtschaft ist.”

Im Durchschnitt verdienen Frauen in Deutschland 24 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Das liegt vor allem daran, dass Frauen ihren Beruf häufig länger unterbrechen müssen, wenn Kinder kommen. Die Rückkehr in den Beruf ist dann oft schwierig und viele Frauen arbeiten nur noch in Teilzeit. Außerdem ist der Lohn in typischen Frauenberufen häufig geringer als in anderen Tätigkeiten. Experten fordern eine Erweiterung des Berufswahlverhaltens und mehr Frauen in zukunftsorientierten Berufen. Grundvoraussetzung ist hierbei aber eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

“Wer arbeiten will, muss auch guten Gewissens das Haus verlassen können weil er weiß, dass die Kinder in guten Händen sind”, sagt Bundesfamilienministerin von der Leyen. “Der massive Ausbau der Kinderbetreuung bringt allmählich die dazu notwendige Unterstützung. Wichtig ist auch, dass sich so viele Väter engagieren. Wenn sie die Partnermonate nehmen, wird den Arbeitgebern klar, auch die Väter nehmen sich gleichermaßen Zeit für ihre Kinder - es ist keine reine Aufgabe der Mütter. Wenn sich so die Rollenerwartungen ändern, können wir mittelfristig auch die Entgeltungleichheit überwinden.”

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Startseite - Veroeffentlicht von: Einstein   am: 1. Oktober 2008 um 12:10 Uhr - Haftungsausschluss     Sie moechten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

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