Bundesagentur für Arbeit: Kundendaten sind sicher!
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) stellt zum heutigen Artikel in der BILD-Zeitung „Datenskandal! Post soll Arbeitslosen-Briefe öffnen“ fest: Daten von Arbeitslosen und Kindergeldempfängern sind sicher!
Ab Herbst wird die BA Schritt für Schritt ihre Papier-Kundenakten auf elektronische Akten (eAkte) umstellen. Ziel ist, eine schnellere, effizientere und wirtschaftlichere Bearbeitung der Vorgänge. Die Umstellung startet zunächst als Pilotprojekt in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Kundenakten und eingehende Briefe werden im Scanzentrum digitalisiert, d.h. die eAkte wird das digitale Abbild der heutigen Kunden-Akte.
Richtig ist, dass neben BA-Mitarbeitern auch Mitarbeiter der Deutschen Post AG in den Scanzentren arbeiten. Aber – der Datenschutz ist zu jeder Zeit sichergestellt: Die Kundenakten und die eingehende Post werden in gesicherten und extra verplombten Transportboxen in das Scanzentrum angeliefert. Der Zugang zum Scanzentrum ist hoch gesichert. Alle dortigen Mitarbeiter haben eine Sicherheitsüberprüfung durch den Bund durchlaufen. Das gesamte Verfahren wird vor dem Start durch die zentrale Zertifizierungsstelle für die Sicherheit von IT-Systemen in Deutschland, dem Bunde samt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), abgenommen, der Bundesdatenschutzbeauftragte ist ebenfalls eingebunden.
„Der Einhaltung des Datenschutzes wird bei jedem Verfahrensschritt höchste Priorität eingeräumt“, betont Raimund Becker, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit. „Die Kundendaten befinden sich zu jeder Zeit in einem datengeschützten Kreislauf. Die persönlichen Daten der Arbeitslosen und Kindergeldempfänger sind mit der eAkte so sicher wie bisher.“ Die Umstellung erfolgt zunächst für die Arbeitslosenversicherung („Arbeitslosengeld I“) und in der Familienkasse („Kindergeld“). Hier liegen aktuell über 35 Millionen Kundenakten vor, täglich gehen 400.000 neue Dokumente ein.
Lesen Sie Kommentare / Fragen, welche andere Leser hinterlassen haben.
1. ... Kommentar von Steinbock
am Freitag, 25.6.2010.
wow … lebenslang auf DVD gebrannt (oder BR) für die Nachwelt erkennbar, was für ein “Schmarotzer” man doch war - ist bestimmt der Wille aller Betroffenen - was?
PS: … da sagte doch mal Einer: Die Rente ist sicher !!! Sicher ist aber nur eines …
2. ... Kommentar von Atari-Frosch
am Freitag, 25.6.2010.
Die Aussage “so sicher wie bisher” finde ich nicht sonderlich beruhigend:
- In den ARGEn und “Sozialämtern” (ich bevorzuge hier anstelle des orwell’schen Neusprechs die realitätsnahe Bezeichnung Repressionsämter) werden Gespräche mit Hilfsbedürftigen (zynisch “Kunden” genannt) regulär bei offener Tür zum Nebenraum geführt — natürlich nur zum Schutz der Angestellten, falls ein gedemütigter “Kunde” mal ausflippen sollte. Man hört dann also die Namen, Daten, konkreten Situationen und Probleme der Menschen im Nachbarzimmer mit. Und man hört sie gelegentlich verzweifelt weinen. Datenschutz wie bisher?
- Zumindest das Repressionsamt Düsseldorf schickt gern mal Bescheide vorab per E-Mail — als Word-Doc und ohne Verschlüsselung. Datenschutz wie bisher?
- Kontoauszüge werden ohne Ankündigung auch einfach mal von den Banken geholt und auch gern an andere Behörden weitergeleitet. Außerdem werden sie bei jeder Gelegenheit direkt bei den Hilfsbedürftigen angefordert, egal ob sie zur Beurteilung nötig sind oder nicht, und über beliebig lange Zeiträume. Sie werden auch bei den Akten behalten bzw. fotokopiert, obwohl das untersagt ist (Einsichtnahme genügt nämlich). Datenschutz wie bisher?
Nein, diesen Datenschutz glaube ich keiner Sozialbehörde mehr. Genauso wie alle anderen Grundrechte geht ihnen der Datenschutz der “Sozialschmarotzer” nämlich am Allerwertesten vorbei.
3. ... Kommentar von PARTEiLOS
am Freitag, 25.6.2010.
als ob es bist jetzt keine KORRUPTEN KRIMINELLEN u. UNTREUEN MENSCHEN
geben würde, soll die POST jetzt auch noch die Briefe Unschuldiger MENSCHEN
Prüfen u. Scannen u. öffnen… SCHANDE SCHANDE..
Fakt ist mein BRIEF hat die POST absichtlich geöffnet gehabt.. nur um meine
KONTO DATEN kommen zu können.. als ein normal denkender MENSCH
hat man nicht einmal Gerichtlich eine CHANCE dagegen anzugehen.. eine SCHANDE
ist das u. wäre das .. wenn Sie diese Aufgaben den POST Mitarbeitern u. deren
OBERSCHENKEL diese Aufgaben betätigen lassen würde. Und dann REDEN Sie
ALLE noch von DATENSCHUTZ u. des weiteren. Wenn MENSCHEN KORRUPTE
u. KRIMINELLE u. UNTREUEs UNSINN in sich tragen, dann werde Sie es auch erst
RECHT ausnutzen.
4. ... Kommentar von Sancho
am Freitag, 25.6.2010.
Genauso sicher wie die Renten einmal waren. Das Schlimme ist, dass sich alles im Leben einmal ändert, je nach politischer Notwendigkeit.Was man hat das hat man und die Hyänen sitzen überall
deutschland und datenschutz = muahahahaaahoo … hoo … traurig ist die wahrheit .
die wissen noch weniger als ich .
der versuch wird bitter enden .
6. ... Kommentar von Sancho
am Freitag, 25.6.2010.
Natürlich kommt ein Aspekt hier noch zusätzlich zum tragen. Sind die Akten elektronisch, kann schnell mal ein wichtiges Dokument kinderleicht verschwinden und keiner weis wer es gewesen ist. Der Gelackmeierte ist der Bedürftige, der vor Gericht nachweisen muß, dass ein Dokument existiert hat.
7. ... Kommentar von Sancho
am Samstag, 26.6.2010.
Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass die Gerichte auf der Seite der Staatskassen und ARGE´n stehen aus denen sie ihre Einkommen beziehen. Deshalb wird von diesen Gerichten in Zusammenarbeit mit den ARGE´n jede Möglichkeit genutzt, um zustehende Ansprüche abzublocken.
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Da sieht man mal wieder wie unflexibel ...
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