Blind vor Staatsliebe?
Blind vor Staatsliebe: DGB-Vizin für Abschaffung elterlicher Wahlfreiheit und Zwangsbeglückung von Kindern bei Betreuung und Bildung
Die stellvertretende Vorsitzende des DGBs und CDU-Mitglied, Ingrid Sehrbrock, will die frühzeitige und durchgängige staatliche Ganztagsbetreuung zur Pflicht für alle Kinder machen. Damit würden Kinder aus sozial schwachen Familien oder mit Migrationshintergrund endlich die “gleichen Bildungschancen” wie andere Kinder erhalten. Dies sei die logische Konsequenz aus den internationalen Bildungsvergleichsstudien der OECD (PISA). Dafür müsse man die Wahlfreiheit der Eltern (bei der Art der Kinderbetreuung) streichen (vgl. HPL).
Diese Haltung der DGB- und CDU/CDA-Frau ist - selbst wenn sie auch von SPD-Politiker/innen geteilt wird (HBF 2007) an naiver Staatsgläubigkeit und inhaltlicher Ahnungslosigkeit kaum zu übertreffen:
- 1. Die Wahlfreiheit der Eltern bei der Art der Kinderbetreuung ist ein - bislang höchst unzureichend - umgesetztes Verfassungsrecht (vgl. HBF-Positionen)
- 2. Fachleute sind sich schon lange darin einig, daß Erziehungs- und Bildungskonzepte, die auf die konstruktive Mitarbeit der Eltern verzichten zu können meinen, zum Scheitern verurteilt sind. (HBF 2002 oder 2005)
- 3. Die PISA-Studie zeigt, daß sehr gute Bildungsleistungen sehr wohl in einer pädagogisch zeitgemäßen Halbtagsschule möglich sind. So erzielte der PISA-Sieger Finnland - entgegen der politisch forcierten Meinung (siehe rot-grün-schwarzes Ganztagsschulprogramm vgl. HBF 2003)- seine Erfolge ohne Ganztagsschulen! (HBF 2004)
- 4. Zeigen Durchschnittseltern gegenüber ihren Kindern mehr Verantwortungsbewußtsein und Opferbereitschaft als Bund, Länder und Kommunen, die trotz pausensloser Bekenntnisse zur echten Förderung des Nachwuchses sehr häufig nach dem Motto “Das Billigste ist gerade gut genug für die Kinder” verfahren [vgl. HBF 12.07.07 und die einschlägige HBF-Rubrik (HPL)].
Wer benachteiligten Kindern und Jugendlichen tatsächlich helfen will, braucht dazu nicht weniger Elternrechte, sondern mehr und qualitativ hochwertige öffentliche Betreuungs- und Bildungsangebote, die Eltern überzeugen.
Quelle:Heidelberger Büro für Familienfragen und Soziale Sicherheit
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