Betreuungsgeld bald aus dem Gesetz streichen
Zum Konflikt um das Betreuungsgeld während der Koalitionsverhandlungen erklärt Ekin Deligöz, kinder- und familienpolitische Sprecherin:
Das Betreuungsgeld ist ein familien- und bildungspolitscher Irrsinn. Es sollte deshalb schnellstmöglich aus dem Gesetz gestrichen werden. Die gesamte Union, vor allem aber die CSU, umgarnt ihre konservativen Kreise - ungeachtet der tatsächlichen Herausforderungen für Kinder und Familien im Land.
Bei Bildung- und Betreuung sowie eine wirksame finanzielle Armutsbekämpfung fehlt es nach wie vor an allen Ecken und Enden. Der beschlossene Krippenplatzausbau steht aufgrund unzureichender und nicht verlässlicher Finanzierung immer noch auf der Kippe. Dringend gebotene Qualitätsverbesserungen in den Kitas sind nicht in Sicht.
Bis zu drei Millionen Kinder leiden unter materieller Armut, und eng verknüpft ist damit eine alarmierende Bildungsarmut. Gleichzeitig umfasst die deutsche Ehe- und Familienförderung, so verlautbarte jüngst etwa die OECD, ein ausgesprochen hohes Finanzvolumen, ohne Armut und Ausgrenzung von Kindern wirksam zu bekämpfen. Hier wäre ein grundsätzliches Umdenken notwendig.
Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Startseite - Veröffentlicht am: 8. Oktober 2009 um 14:00 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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