Besser gut geklaut als schlecht erfunden
Anlässlich der Vorstellung der Vorschläge für ein finanzpolitisches Konzeptpapier der SPD erklärt Fritz Kuhn, Fraktionsvorsitzender:
Nicht durch eine zu hohe Steuerlast, sondern durch hohe Beiträge zur Sozialversicherung bleibt Geringverdienern weniger Netto vom Brutto. Dieses Problem hat nun offenbar auch die SPD erkannt. Wir beglückwünschen sie deshalb, dass sie sich nicht endgültig auf den Holzweg der Union begeben und in den Sirenengesang nicht finanzierbarer Steuerentlastungen eingestimmt hat.
Der SPD fehlen jedoch die Konzepte, um mit dieser Feststellung umgehen zu können. Da hilft der Sozialdemokratie nur Ideenklau weiter, aber gut geklaut ist besser als schlecht erfunden: Als Grüne Antwort auf die beschäftigungsfeindliche Belastung insbesondere von Geringverdienern mit hohen Lohnnebenkosten haben wir seit dem Jahr 2004 unser Progressiv-Modell entwickelt.
Dieses Modell sieht vor, dass die Beiträge zur Sozialversicherung für Geringverdiener auf 20 Prozent abgesenkt werden. Mit steigendem Einkommen erhöht sich der Beitragssatz und erreicht schrittweise den vollen Satz in Höhe von derzeit rund 40 Prozent.
Die Entlastung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern durch dieses Progressivmodell würde rund 400.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Zusätzlich würden Geringverdiener mit einem Jahreseinkommen von 20.000 Euro jährlich um etwa 600 Euro pro Jahr entlastet.
Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Startseite - Veroeffentlicht von: Einstein am: 27. Mai 2008 um 12:00 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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