Berliner Senatorin – 1050 Euro Mindestsicherung ohne Sanktionen

Wir sind ja sooooo stolz auf diese Senatorin, welche sich im Interview – neben dem „100 Prozent Agenda Schulz Verbesserer“ – auch über die Regelsätze aus Hartz IV äußerte. Respekt vom Sozialticker und sicherlich auch von „ihren“ Sozialgerichten, denn diese stöhnen weiterhin mit über 39.000 Fällen aus der letzten Ritze.

„Ich will eine Mindestsicherung ohne Sanktionen. 1050 Euro pro Monat. Sanktionen haben noch nie jemandem geholfen, sie treiben Menschen immer mehr in Armut. Die Erwerbslosen sollen künftig auch nicht mehr jeden Job annehmen müssen, sondern gemäß ihrer Qualifikation. Das sind die Reformen, die an der Agenda 2010 vorgenommen werden müssen.“

Quelle: Morgenpost

Anmerkung Sozialticker – man könnte man ja nun glatt ins Schwärmen kommen, aber wenn diese „Regierungsbande“ das Hartz IV Urteil aus 2010 exakt umgesetzt hätte, dann wären wir bereits in der sanktionsfreien und gesetzestreuen Verfassungslage. So aber – kann dieser Wille wohl nur ein weiteres Wahlgeplänkel sein … was hier nicht unerwähnt bleiben sollte. Nicht umsonst wurde diese Frage erneut dem Bundesverfassungsgericht vorgelegt, welche sicherlich im stillen Hinterzimmerchen – heimlich und zusammen mit Lobbyverbänden und Politikern – über die erneute Gummi-Klatsche gegen die „Hartz IV Opfermillionen“ brüten. Kleiner Hinweis an die Interviewer – lasst doch endlich mal diese doofe Frage sein, dass sich die stigmatisierten Leute nicht mehr um Arbeit bemühen würden, wenn die Kasse stimmt.

Es mag zwar Arbeit geben, aber nicht für JEDEN !!!

Der Sozialticker gibt diesen „Schwätzern“ mal ein Beispiel:

Sie wollen mit dem Bus ins Alter fahren. Der Bus hat – um dort anzukommen 5 Millionen Sitzplätze – nun stehen aber weitere 30 Millionen vor der Haltestelle … und nun ihr „Schwätzer“ – ratet mal, wie viele Passagiere dort rein passen würden, um in den Ruhestand zu fahren? Und die „eurige“ Frage: „… was macht ihr mit denen, die nicht mitfahren konnten?“ – verhungern lassen, erschießen … oder was das Gleiche wäre, im Hartz IV solange foltern, bis sie den Freitod nur noch wählen wollen?

Findet euch endlich mal damit ab, dass in einer technologiebasierten Welt die Arbeit verlagert wurde und Maschinen eine Vielzahl von Aufgaben übernommen haben – dafür aber keine Steuern zahlen, sondern dessen Besitzer die Gelder für den Arbeitsplatzabbau auch noch in deren Hintern geblasen wurden und weiterhin werden. Eine kleine Weichenstellung, sowie eine „mit ins Boot“ holende Gesetzesänderung bei der Finanzierung o.g. Traumes, könnte diese Welt zu neuen und ungeahnten Sphären aufsteigen lassen, indem die Menschen das ausleben könnten, was in ihnen steckt. So aber sind diese nur und stetig auf der Flucht, die keine Auswegs-Chancen mehr zulässt.

2. April 2017

1 Kommentar

  1. Das System werden die nicht ändern, weil denen dann ihre Armutsindustrie zum Verhängnis wird. Nur auf die Kleinen kann geprügelt werden. Das lernen Politiker schon in der Schule so.

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