Jan
2018

Berechtigter Widerstand ist nicht tot zu kriegen

Die Kontinuität des Protests gegen Stuttgart 21 ist absolut beeindruckend. Seit nun fast schon acht Jahren gibt es Montagsdemonstrationen gegen dieses unsinnige Großprojekt. Ebenso beeindruckend ist die Mahnwache gegenüber dem Stuttgarter Bahnhof, die genauso lange durchgehend besetzt ist – Tag und Nacht, erklärt Sabine Leidig, Verkehrs- und Bahnexpertin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der 400. Montagsdemonstration gegen Stuttgart 21, die heute in Stuttgart stattfindet.

Leidig weiter:

„Viele der Einwände, die die Projektgegner immer wieder vorgebracht haben, haben sich inzwischen bestätigt: seien es die mangelnde Kapazität des geplanten Kellerbahnhofs, die Sicherheitsbedenken beim Brandschutz oder bei den Fluchtwegen oder die explodierenden Kosten. Fast alle Versprechen der Projektbefürworter wurden inzwischen gebrochen, aber noch immer wird trotz allem weitergebaut. Aber ohne die Bewegung gegen Stuttgart 21 wäre das Projekt nicht in der Krise, in der es momentan wieder steckt.

Die Linksfraktion im Bundestag bleibt ebenfalls an dem Thema dran. Diese Woche reichen wir zwei neue Bundestagsanträge zu Stuttgart 21 ein: Einen zur Offenlegung der vielen brisanten Gutachten, die der Öffentlichkeit immer wieder vorenthalten werden – zuletzt das Gutachten des DB-Vorstands zum Baufortschritt und den Kosten von Stuttgart 21. Diese Intransparenz zeigt eindeutig, dass die Projektbefürworter sehr wohl wissen, dass das Projekt politisch längst tot sein müsste.

In dem zweiten Antrag tritt DIE LINKE dafür ein, dass das Konzept ‚Umstieg 21‘ endlich umgesetzt wird, anstatt weiter Milliarden in der Baugrube in Stuttgart zu versenken.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE

15. Januar 2018

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Kommentar zu - “Berechtigter Widerstand ist nicht tot zu kriegen

  1. Je größer ein Bauvorhaben desto vielfältiger die Einwände der Bedenkenträger und umso höher die Kosten wegen der sich zunehmend verlängernden Bauzeit. Das ist nichts neues. Stuttgart 21 steht alsm ein Paradigma dafür, wie hierzulande politischer Wille noch durchgesetzt, Recht und Gerechtigkeit noch erlangt und die erworbenen Güter gerecht verteilt werden können.

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