Begrüßenswertes Rentenplus nicht ausreichend gegen wachsende Altersarmut

„Die von der Bundesregierung nun beschlossene Rentenerhöhung ist begrüßenswert“, erklärte Verbandspräsident Dr. Wolfram Friedersdorff am Mittwoch. Für die Rentnerinnen und Rentner bedeute es angesichts niedriger Preissteigerungsraten wieder einen realen Einkommenszuwachs. „Doch das darf nicht über die drohende zunehmende Altersarmut für die kommenden Rentnergenerationen hinwegtäuschen“, betonte der Verbandspräsident.

Die Volkssolidarität bleibe bei ihrer Kritik an der Absenkung des Leistungsniveaus der gesetzlichen Rente. „Wir treten weiterhin für das Ziel einer Rente ein, die den Lebensstandard im Alter sichern hilft.“

Das diesjährige hohe Rentenplus sei eine Ausnahme, zurückzuführen auf statistische Effekte, betonte Friedersdorff. Das werde sich in den kommenden Jahren nicht wiederholen. „Das darf nicht verkannt werden.“ Die Rentenerhöhung zeige aber, wie die Rentenentwicklung längerfristig verlaufen könnte, wenn sie sich ohne „Kürzungsfaktoren“ stärker an der Lohnentwicklung orientieren würde. „Doch wenn das Rentenniveau weiter wie vorgesehen abgesenkt wird, droht vielen derjenigen, die in den kommenden Jahren in Rente gehen, Altersarmut“, warnte der Verbandspräsident. Die gesetzliche Rente müsse wieder auf das Ziel, den Lebensstandard im Alter zu sichern, ausgerichtet werden. Die Volkssolidarität bleibe bei dieser Forderung. Nur so könne das Vertrauen in die Rente wieder erhöht und Altersarmut verhindert werden.

Quelle: Volkssolidarität

Ein Gedanke zu „Begrüßenswertes Rentenplus nicht ausreichend gegen wachsende Altersarmut“

  1. Das Rentenplus ist der Bundestagswahl im nächsten Jahr geschuldet. Hätte man ein Jahr länger zugewartet, wäre es zu spät gewesen. Das Rentenplus kommt mir vor wie ein Würstchen, das man an der Angel über den Rentnern schweben lässt, damit sie danach schnappen und das Kreuzchen an der richtigen Stelle machen. Unsere Politiker halten sich geflissentlich an den Lehrsatz: alle Rentner und Rentnerinnen sind klug, hoffentlich nur wenige vorher und möglichst viele erst nachher.

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