Bamberger: Konzept Schwitzen statt Sitzen weiterhin erfolgreich
“Auch 2007 hat sich die Möglichkeit, uneinbringliche Geldstrafen durch gemeinnützige Arbeit anstatt durch Ersatzfreiheitsstrafe zu tilgen, als erfolgreicher Ansatz erwiesen: Mehr als die Hälfte, nämlich 57 Prozent der zu einer Geldstrafe Verurteilten machten hiervon Gebrauch”, erklärte Justizminister Heinz Georg Bamberger heute in Mainz.
Von 3.192 Personen, die im Jahr 2007 zu einer Geldstrafe verurteilt worden waren hatten 1.781 am Projekt “Schwitzen statt Sitzen” teilgenommen und Arbeit in gemeinnützigen Einrichtungen geleistet. “Hierdurch mussten 57.068 Hafttage nicht verbüßt werden. Dies entspricht einer Haftkostenersparnis von mehr als 5 Millionen Euro”, hob Bamberger hervor.
Die Zahl der Personen, die ihre Ersatzfreiheitsstrafe letztlich dann dennoch verbüßen mussten, sei weiter gesunken. Damit habe sich die Spanne zwischen Tilgung durch gemeinnützige Arbeit und Verbüßung einer Ersatzfreiheitsstrafe weiter deutlich zugunsten der Tilgung durch gemeinnützige Arbeit entwickelt. Bamberger: “Es zeigt sich erneut, dass sich flexible Konzepte auch im Bereich der Strafvollstreckung bewähren: Dem zu einer Geldstrafe Verurteilten bleibt die Haft erspart, stattdessen leistet er einen Beitrag für die Gemeinschaft. Gleichzeitig reduzieren sich mit den Hafttagen auch die Kosten für den Vollzug und die Belastungen für die ohnehin stark belegten Haftanstalten.” Das Konzept ‘Schwitzen statt Sitzen’ komme letztlich auch der Allgemeinheit zu gute: Durch seine pädagogischen Effekte trage es zur Prävention bei. Außerdem unterstütze es den einzelnen Verurteilten bei der Wiedergutmachung, indem es finanzielle Freiräume ermögliche. “Dies alles kommt letztlich dem Opfers chutz zugute”, so Bamberger.
Quelle: Ministerium der Justiz, Rheinland-Pfalz - Medienstelle
Zurück zur Startseite - Veroeffentlicht von: Einstein am: Freitag, 14. März 2008 - Haftungsausschluss ![]() |
Druckversion:
|




