BAföG-Reform-Nicht kleckern, sondern klotzen
Das Statistische Bundesamt hat ermittelt, dass die Zahl der BAföG-Empfängerinnen und Empfänger erstmals seit Jahren wieder gesunken ist. Dazu erklärt Kai Gehring, hochschulpolitischer Sprecher:
Wer das BAföG einfriert, braucht sich über abschmelzende Empfängerzahlen nicht zu wundern. Studierenden, Schülerinnen und Schülern werden seit Jahren BAföG-Nullrunden verordnet. Damit gefährdet Schwarz-Rot besonders die Bildungschancen von Jugendlichen aus einkommensarmen Elternhäusern. Die Bundesregierung muss ihren peinlichen Zick-Zack-Kurs bei der Erhöhung des BAföGs umgehend beenden und die Bedarfsätze und Freibeträge mindestens auf das Förderniveau von 2001 anheben. Wenn die Großkoalitionäre ihr Ziel einer Studierendenquote von 40 Prozent nicht gänzlich aufgeben wollen, müssen sie im derzeitigen Wirtschaftsaufschwung bei der Studienfinanzierung klotzen, nicht kleckern. Andernfalls wird sich der Absolventen- und Fachkräftemangel weiter zuspitzen. Nur eine ambitionierte BAföG-Politik käme hochschulfernen Jugendlichen zugute und lässt die Studienanfänger- und Bafögempfänger-Zahlen wieder steigen.
Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
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