AWO fordert mehr Investitionen für Ausbau der Kinderbetreuung
„Um den ab 2013 gesetzlich garantierten Rechtsanspruch für eine Kinderbetreuung gewährleisten zu können, müssten alle Akteure ihre bisherigen Anstrengungen intensiv fortsetzen“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler. Besonders drängend ist dabei das Thema der Finanzierung.
„Es ist wichtig und richtig, dass sich die Bundesregierung dieser Problematik stellt und mit dem heute vorgelegten Zwischenbericht über die Ausgaben des Sondervermögens zum Kinderbetreuungsausbau erstmals Informationen zum Finanzierungsstand veröffentlicht“, betont Stadler.
Der Bericht zeigt, dass der Investitionsbedarf besonders in den westdeutschen Bundesländern ungebrochen hoch ist. „Um ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot zu schaffen, müssen die Länder ihre bisherigen Bemühungen beibehalten und ihrer Mitfinanzierungspflicht nachkommen“, fordert der AWO Bundesvorsitzende.
Eine erfreuliche Erkenntnis des Berichtes ist, dass die ermittelten Durchschnittskosten für Neubau und Umwandlung von Plätzen geringer sind, als sie bisher veranschlagt waren. Dadurch können mit den zur Verfügung stehenden Mitteln mehr Plätze geschaffen werden, als ursprünglich geplant. „Das ist aber leider keine Zugabe, sondern absolute Notwendigkeit, da die avisierte Betreuungsquote von 35 Prozent nicht ausreichen wird, um den tatsächlichen Bedarf zu decken“, erklärt Stadler abschließend.
Quelle: AWO Bundesverband - Pressestelle
Startseite - Veröffentlicht am: 19. Mai 2011 um 9:00 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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